Nur einen Tag nach dem versuchten Anschlag auf den Manschaftsbus der Dortmunder Borussia fand heute Abend das gestern abgesagte Spiel statt. Borussia Dortmund verlor trotz einer guten Leistung mit 2:3. Man hat vielen Spielern aber auch angesehen, dass ihnen der Schreck noch förmlich in den Gliedern steckt. Die Frage ist hier, muss man gerade mal 24 Stunden nach einem versuchten Mordanschlag die Spieler ein Championsleague-Spiel austragen lassen? Meine Meinung ist ganz klar: Nein.

Sky-Kommentator findet passende Worte

Der Kommentator von Sky Kai Dittmann fand die passenden Worte dafür, dass das Spiel heute stattfand: "Das ist ein Mordanschlag! Deshalb kann man heute nicht spielen, am Wochenende nicht spielen und eigentlich auch nächste Woche nicht spielen."

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel sagte bei Sky, dass jeder mit so einer Situation auf seine eigene Art klarkommt.

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Manche würden das einfach wegstecken können. Hingegen andere, wie Familienväter, hat der gestrige Vorfall sehr beschäftigt. Dem Trainer wäre es lieber gewesen, wenn man mehr Zeit bekommen hätte die Geschehnisse zu verarbeiten. Man habe eine Ohnmacht gefühlt, als die Uefa umgehend entschieden hat spielen zu lassen, bevor die genauen Umstände zu der Tat bekannt waren. So ist die Mannschaft an dem heutigen Spieltag mit einem unguten Gefühl in den Mannschaftsbus gestiegen. Die Situation fühlte sich laut Tuchel nicht an wie ein Feiertag.

"Wir werden uns an Unbequemlichkeiten gewöhnen müssen"

Der Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte gegenüber Sky, dass man wolle, dass solche Spiele ausgetragen werden. Laut ihm sei dies ein großen Zeichen für die Freiheit. Es gab den Anschlag in Paris und die Warnung in Hannover wo das Spiel abgesagt worden ist.

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Fußball hätte laute dem Innenminister eine große Anziehungskraft, darum rückt er ins Visier von Terroristen. Es würde keinen perfekten Schutz geben, so de Maizière und man werde sich an solche "Unbequemlichkeiten gewöhnen müssen."

Mehrheit der Spieler war gegen Anstoß

Sky zufolge war ein Großteil der Mannschaft dagegen das Spiel heute auszutragen.

Der Sky-Experte Lothar Matthäus äußerte gegenüber dem TV-Sender, dass er aus Teilen der Manschaft weiß, dass viele Spieler heute nicht spielen wollten. Jedoch habe die Uefa darauf bestanden. Matthäus kritisierte, dass die Spieler etwas tun müssen was sie nicht wollen und das diese Entscheidung bei ihm Unverständnis hervorruft. Demnach muss die Uefa einen ungeheuren Druck aufgebaut haben. Man müsse auch an die Familien der Spieler denken, so Matthäus. #Deutschland #Sport #Terror