Der Kampf gegen Doping ist längst verloren!

Wer kennt sie nicht, die vor allem am Rande von Großereignissen wie den olympischen Spielen, der Tour de France oder selbst beim Fußball aufkommenden Nachrichten von gedopten Sportlern, Razzien oder haarsträubenden Erklärungen der erwischten Tätern? Die Liste dieser Art von Vergehen ist lang, die Strafen für die mieseste aller Täuschungsversuche jedoch eher gering.

Seit Mitte der 90er Jahre hat der Kampf gegen #Doping so richtig Fahrt aufgenommen. Bereits über 20 Jahren werden zwar Testserien verbessert, die staatlichen Strafverfolgungsbehörden einiger Länder ermitteln intensiver, doch selbst der größte Optimist würde für keinen Gewichtheber dieser Welt die Hand ins Feuer legen! So lange mit dem Sport horrende Summen verdient werden können, so lange von diesen Summen aber nur wenige Sportler profitieren, wird es immer wieder Athleten geben, die zu verbotenen Mitteln greifen, weil ihre körperlichen Voraussetzungen einfach nicht ausreichen, irgendwann einmal Olympiasieger oder Gewinner der Tour de France zu werden.

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Die Pharmaunternehmen verdienen an dem System mit, korrupte Ärzte lassen sich immer raffinierte Verschleierungsmethoden einfallen und einige Staatsapparate unterstützen das Ganze noch von innen heraus, um damit das eigene Land in der Welt des Sports als besonders großartig dastehen zu lassen.

Fakt ist, nach den Enthüllungen um die Tour de France, dem organisierten und geduldeten Staatsdoping in Russland und den nicht kontrollierbaren Strukturen in Ländern der zweiten oder dritten Welt, dürfte niemand mehr an einen sauberen Sport der Spitzenklasse glauben! Doping und diejenigen, die damit Geld verdienen, wird immer einen Schritt voraus sein. Zwar werden viele Dopingsünder auch Jahre später noch überführt, dies hilft der Glaubwürdigkeit des Sportes jedoch nicht sofort weiter. Und wenn die unerlaubte Leistungssteigerung sogar staatlich unterstützt wird, steht man als sauberer Sportler auf verlorenem Posten.

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Die einzige Lösung: Lebenslange Sperren!

Wie aber kann der Sport, der uns so viel Freude bereitet, aus dem wir uns Vorbilder suchen und nacheifern, wie kann dieser Sport wieder zu dem werden, der es eigentlich sein sollte? Ein verbindendes Wetteifern um ehrlich errungene Erfolge? Die derzeit gängigen Strategien sind allesamt gescheitert. Sperren von bis zu zwei Jahren schrecken keinen Sportler ab, der mit dem verdienten Geld aus Siegprämien und Sponsoring gut leben kann.

Es gibt nur eine Lösung: Wer erwischt wird, muss zwangsläufig lebenslang für alle Wettkämpfe gesperrt werden. Somit entzieht man dem Sportler seine Lebensgrundlage und erhöht die Hemmschwelle, verbotene Substanzen einzunehmen. Zudem müsste ein erwischter und überführter Doper all seine Einnahmen durch den dadurch erungenen Erfolg zurückzahlen. Dieses Geld und eine angemessene Geldstrafe sollten direkt und unmittelbar in den Anti-Doping-Kampf fließen. Denn die Finanzierung von unabhängigen Institutionen ist unverzichtbar, um mit dem sich ständig verändernden Dopingsumpf mithalten zu können.

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Wenn die richtigen Werte bereits im Jugendalter vermittelt werden, dass der sportliche Wettkampf immer auch mit Respekt und Fairness zu erfolgen hat, den angehenden Spitzensportlern vor Augen geführt wird, dass schon das kleinste Dopingvergehen das Ende der Karriere bedeuten kann, dann wird es nur noch wenige Unverbesserliche geben, die mit unerlaubten Mitteln zum Erfolg kommen wollen.

Der konsequente Umgang mit Doping, eine kompromisslose Bestrafung der Hintermänner, Ärzte sowie Sportler und ein alternativloser Ausschluss der Staaten, die solche Systeme unterstützen, können kurz- oder mittelfristig wieder zu einer breiten Akzeptanz sportlicher Wettkämpfe führen. Jetzt heißt es handeln, mit dem Jahr 2018 steht wieder ein Jahr der Großereignisse wie der Weltmeisterschaft im Fußball und den olympischen Spielen vor der Tür. #olympia #Tourdefrance