Nach einigen Absagen und dem Gerangel um die Tuchel-Nachfolge ist es endlich raus bzw. die neue Personalie beim #BVB öffentlich und offiziell. Der 54-jährige Niederländer Peter Bosz bekommt einen Zweijahresvertrag und will Offensivfußball trainieren. Der neue Coach kündigte bei der Pressekonferenz in Dortmund an, sich erst einmal ein Bild vom aktuellen BVB-Kader machen zu wollen. Der Abschied von Ajax Amsterdam sei ihm nicht leicht gefallen. Dabei hebt er aber gleich bei seiner Vorstellung hervor: "Der BVB gehört zu den größten Vereinen in Europa. Es ist eine große Ehre, diesen Verein zu trainieren."

Tuchel ist nicht zu (s)toppen

Der BVB hat durch den menschlich fragwürdigen Umgang mit Thomas Tuchel an Glanz verloren.

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Es gibt Kritiker, die den Rauswurf des 43-Jährigen nach dem Mega-Erfolg im DFB-Pokal als imageschädigend betrachten. Die BVB-Familie ist mittlerweile in zwei Lager gespalten. Die einen machen Hans-Joachim Watzke für das angekratzte Image des Vorzeigevereins verantwortlich, die anderen halten Thomas Tuchel für den Spielemacher in einer vermutlich noch nicht beendeten Schlacht um Recht und Moral, die über die Medien und sozialen Kanäle ausgetragen wird. Fest steht, dass der Ex-BVB-Coach dem Verein unglaubliche Erfolge beschert hat - nach Punkten war er der erfolgreichste unter den BVB-Trainern. Tuchel ist ehrgeizig und das nicht nur auf dem Rasen, er hat sogar ein Diplom in Betriebswirtschaftslehre.

Alle lieben "Kloppo"

Als Journalist war ich für einen privaten Fernsehsender bei der Einstandspressekonferenz von Jürgen Klopp beim BVB im Jahr 2008 mit dabei, später haben wir ganz spontan zusammen für ein Foto mit einem BVB-Trikot posiert.

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"Kloppo" war eben sympathisch und nahbar, im Gegensatz zu Thomas Tuchel wohl auch eher - wie es so schön im Volksmund heißt - einer von uns. Das haben ihm viele Fans nicht vergessen und schwärmen davon, wie es wohl wäre, wenn der mittlerweile 49-jährige "Kloppo" wieder zum BVB zurückkäme. Seit dem 8. Oktober 2015 ist der ja nun beim FC Liverpool und nimmt aktuell (wie gewohnt) kein Blatt vor den Mund. Jürgen Klopp kritisiert im Interview mit dem Fußballmagazin Kicker die Medien für ihren Umgang mit Fußballtrainern.

"Wenn du nicht funktionierst, wird dir nicht nur die Stelle genommen, sondern im Grunde genommen musst du dir ein neues Betätigungsfeld suchen, da dein Ruf oftmals öffentlich ruiniert ist." #Fußball #Sport