Der Grand Prix von Ungarn hat ein neues Zeitalter in der Geschichte der #Formel 1 eingeläutet. Spannung? Fehlanzeige.

Kollision nach dem Start

Doch hier zunächst der Ablauf und die Ergebnisse dieses Formel 1 Grand Prix in Kürze. In der ersten Startreihe platzieren sich die Ferrari, direkt dahinter die beiden Mercedes, im Qualifiing deutlich unterlegen. Der Start verläuft halbwegs ereignislos, bis zur Kurve 2. Nach nur 500 Metern leistet sich Max Verstappen in einem mehr als optimistischen Überholversuch gegen den Teamkollegen einen Verbremser und rammt Daniel Ricciardo, welcher durch die erlittenen Schäden das Rennen noch in der ersten Runde beenden muss.

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Hierfür wird Verstappen im Verlauf des Rennens eine 10-Sekunden-Strafe erhalten.

Vettel mit Problemen und Verstappen im Geschwindigkeitsrausch

Fast von Beginn an klagte Sebastian Vettel über Probleme am Auto, das Lenkrad war schief, das Fahren dadurch erschwert. Dennoch konnte er seine Führung lange Zeit aus eigener Kraft aufrecht erhalten. Besonders nach den Boxenstops hat Max Verstappen jedoch eine schnelle Runde nach der anderen hingelegt und so die Mercedes in echte Bedrängnis gebracht. Der Stop des Drittplazierten Valterie Bottas läuft nicht so reibungslos wie gedacht und plötzlich ist Hammilton, auf vier liegend, in Schlagdistanz. An der Spitze kämpft ein Sebastian Vettel mit stumpfen Klingen gegen einen offenbar viel schnelleren Räikkönen.

Teamorder bei den Rivalen

Mercedes Sportchef Toto Wolf hat im Interview vor dem Rennen gesagt "#Teamorder gibt es es bei uns nicht, jeder kann um den Sieg fahren." Das war auch lange Zeit im Rennen so.

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Doch plötzlich ein völlig unnötiger und offensichtlich fingierter Verbremser von Bottas, und der WM-Verfolger ging vorbei, nun auf Platz 3, mit der realistischen Aussicht, die Ferrari zu schlagen. Realistisch? Ja, denn Vettel in Führung hatte technische Probleme, und sein Verfolger Räikkönen hatte, obgleich deutlich schneller, die Anweisung, nicht an Sebastian Vettel vorbei zu fahren. Er musste sich bis zum Ziel damit abfinden, die zweite Geige zu spielen, wie seinerzeit auch schon Massa gegen Schumacher. Ob sich Ferrari mit dieser Art, Sport zu treiben, wirklich Freunde macht bei den Fans, bleibt abzuwarten. Diese wurden um einen wahrhaft verdienten Sieger betrogen.

Eine Überraschung in der Zielkurve

Immerhin, Toto Wolf hat Wort gehalten. In der aller letzten Kurve musste Hamilton den fünf Sekunden dahinter liegenden Kollegen Bottas vorbei fahren lassen, versprochen ist versprochen. Diese Abläufe sind mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Sportliche Fairness, ja. Aber, man wünscht sich für die Zukunft Rennen, die nicht am Kommandostand entschieden werden.

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Sonst kann man sich es auch sparen, im Kreis zu fahren und veröffentlicht einfach die abgesprochenen Ergebnisse. Formel 1 sollte endlich wieder auf der Strecke entschieden werden. Wenn dies nicht gelingt, verlieren nicht nur die Zuschauer die Lust auf diesen sport, sondern auch die Akteure, wie letztes Jahr Nico Rosberg. Es sind nun vier Wochen Pause, bevor es am 27. August in Spa weitergeht. #Hungaroring