Bestimmt haben sich viele Fußball-Fans für den 1. FC #Köln gefreut: Endlich ist der „Effzeh“ wieder in Europa dabei, darf nach 25 Jahren mit um den Pokal spielen. Doch seit gestern Abend und den Bildern heute morgen in den Nachrichten, ist die Freude dahin und die Ursache ist nicht das mit 3 : 1 gegen #Arsenal London verlorene Spiel. Hoffentlich fliegen die Kölner schnell raus, damit diese Fans Deutschland nicht noch mehr blamieren, das dürften viele gedacht haben.

Doch Lukas Podolski sieht das völlig anders, wie er bei einem Dialog auf Twitter mit RTL-Reporter Florian König kund tat. Zuvor hatte er hervorgehoben, dass er stolz sei, ein Kölner zu sein.

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„Wegen 50 Leuten wird alles schlecht gemacht. Lächerlich! Die Stimmung im Stadion war geil“, twitterte #Poldi. Darüber würde keiner reden und der FC habe auch toll gespielt. König antwortete: „Aber die 50 sind 50 zuviel! Leider“ Für Poldi waren das Alibi-Aussagen. Bei jedem Oktoberfest oder anderen Veranstaltungen sei es schlimmer. Da gebe es dann keinen riesigen Aufschrei.

Wer ist nun schuld?

König antwortete, dass er zwar Recht habe, allerdings seien die 50 chaotischen Fans schuld und nicht die Presse. Poldi reagiert sauer: Dann sollten erst mal die Berichte gelesen und nicht immer die Nadel im Heuhaufen gesucht werden.

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Die Presse solle die Leistung und die fantastische Stimmung in den Vordergrund heben. Und die „fantastische“ Stimmung hatte Poldi vorher auch per Video dokumentiert:

Verständnis kommt aus England vom „Guardian“: So fühle es sich also an, wenn Engländer irgendwo aufschlägen und die Betroffenen von tausenden, betrunkenen, ungestümen und sich zusammenrottenden Fans umzingelt seien.

"The Mirror" fand deutliche Worte: Gewalttätige Idioten hätten an die beschämende Hooligan-Zeit der 80iger Jahre erinnert. "MailOnline" geht davon aus, dass auch Arsenal einen Anruf der UEFA erhalten werde, weil Heimtickets an Kölner Fans gegangen seien. Gegen Köln selbst ermittelt die UEFA natürlich sowieso, das wurde auch schon gestern Abend bekannt.

Kommentar der Autorin:

Genau dieses Video, das von Poldi gefeiert wurde, wirft für mich Fragen auf. Klar, einerseits wirkt es wie im Kölner Karneval, anderseits muss auch gesehen werden, dass die Szene auf die Menschen vor Ort auch befremdlich und bedrohlich wirken könnte und auf viele auch sicherlich tatsächlich so wirkt. Vielleicht sollte sich jeder einmal vorstellen, wie es wäre, wenn vor der eigenen Haustüre so ein Zug von Menschen aus einem anderen Land vorbei ziehen würde.