Die Ausgangssituation war klar: Möchte man noch eine Chance haben die Gruppenphase der #Champions League zu überstehen und in die K.O.-Phase einzuziehen, musste Dienstag Abend gepunktet werden. Tatsächlich musste Borussia Dortmund sogar gewinnen, um an den beiden größten Konkurrenten der Gruppe Real Madrid und Tottenham Hotspurs dran zu bleiben. Was anderes wurde von Borrussia Dortmund gegen den vermeintlichen Außenseiter der Gruppe Apoel Nikosia auch nicht erwartet. Selbst Trainer Peter Bosz sagte vor dem Spiel: „Wir müssen gewinnen und ich erwarte auch einen Sieg!“ Damit waren die Spieler klar ausgerichtet.

Peter Bosz veränderte seine Aufstellung im Vergleich zum Spiel gegen RB Leipzig auf fünf Positionen.

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Zudem kehrt der Kapitän Marcel Schmelzer nach langer Verletzungspause zurück auf die linke Abwehrseite und kam so zu seinem zweiten Saisonspiel.

Das Spiel begann wie es zu erwarten war. Der #BVB war fast ausschließlich im Vorwärtsgang und hatte schon nach wenigen Minuten die erste Chance durch Yarmolenko, dem der Ball über den Schuh rutschte, weshalb der Schuss dann doch deutlich über das Tor flog.In den ersten 12 Minuten erkämpfte sich Borussia Dortmund 5 Ecken, was den Offensivdrang deutlich belegte. Apoel Nikosia ließ sich dadurch allerdings nicht beeindrucken und verteidigte wesentlich offensiver als man es in diesem ungleichen Duell erwarten durfte. Zudem tat sich der BVB wie schon letzten Samstag gegen RB Leipzig schwer schnell hinten raus zu spielen und so für Überraschungsmomente zu sorgen.

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So machten sie es Apoel doch relativ einfach sich auf Dortmunds Angriffsversuche einzustellen – zu ausrechenbar waren die Versuche. Man merkte der Elf um Peter Bosz an was hier heute auf dem Spiel stand, die Spieler wirkten nervös bis übermotiviert und insgesamt sehr zerfahren. Lediglich Chistian Pulisic trat das eine oder andere mal etwas schneller an als seine Kollegen, wirkte dann aber meist alleine gelassen.

Apoel schaffte es seinerseits zu der motivierten Abwehrleistung immer wieder Nadelstiche zu setzen, die nicht ungefährlich waren.

Zu den negativen Höhepunkten der ersten Halbzeit gehörten die Verletzung von Igor de Carmargo, den man hierzulande aus seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach kennt. Dazu verloren die Zyprer auch noch ihren Torhüter Boy Waterman, der sich nach einem Sturz über seinen eigenen Abwehrspieler schwer an der Schulter verletzte und runter musste. Ersetzt wurde der holländische Stammkeeper von dem Mexikaner Raul Gudino, der nicht nur seine Premiere in der Champions League feierte, sondern sogar insgesamt zu seinem ersten Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber kam.

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Halbzeitansprache von Peter Bosz zeigte kaum Wirkung

Die Zweite Hälfte begann bestenfalls wie die erste endete. Der BVB wirkte weiterhin ideenlos, langsam im Spielaufbau mit wenig Kreativität, insgesamt völlig enttäuschend.

Folgerichtig und dem bisherigen Spielverlauf entsprechend schießt Mickael Pote in der 60. Minute Apoel Nikosia nach einem Doppelpatzer von Keeper Roman Bürki, der erst Lorenzo Ebecili den Ball vor die Füße spielt und dann dessen schwachen Schuss nicht festhalten kann und den Ball direkt zu Mickael Pote abprallen lässt, welcher den Ball an Bürki vorbei legt und dann nur noch einschieben muss, in Führung. Glücklicherweise schafft es Dortmund quasi im direkten Gegenzug zum Ausgleich. Nach einer Ecke chipt Mario Götze den Ball einfach in die Mitte vors Tor, wo der Ball mehr zufällig als gewollt Sokratis findet, der zum 1:1 einköpft.

Kurz danach setzt Shinji Kagawa den Ball nach einem Sprint an die Latte. Fast hätte es zum 2:1 gereicht. Wer nun ein aufbäumen der BVB Elf erwartete wartete vergebens. Bei allem kreativen Potential auf dem Platz um Götze, Kagawa, Pulisic, Yarmolenko und Aubameyang konnte man nur noch enttäuscht über die Wertschöpfung dieses Spielermaterials an diesem Abend sein.

Erst in der 93. Minute hatte Aubameyang, der wie viele andere einen völlig gebrauchten Abend erwischte, das 2:1 doch noch auf dem Fuss, Torhüter Raúl Gudino lenkte seinen Schuss aber noch an den Pfosten. Abpfiff. Die Blamage war perfekt. Der BVB erreicht in Zypern bei Apoel Nikosia nach einer völlig enttäuschenden Vorstellung nur ein Unentschieden und darf sich bei allen theoretischen rechnerischen Möglichkeiten auf ein Wunder keine großen Hoffnungen mehr auf ein Weiterkommen nach der Gruppenphase der Champions League machen. #Sport