Um ca. 20:50 Uhr war es dann doch traurige Gewissheit. Hertha BSC ist aus der #Europa League bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Neben Spott und Häme in den sozialen Netzwerken für das frühe Ausscheiden aus dem Wettbewerb, die sich die Mannschaft von Pal Dardai sicherlich auch teilweise zurecht anhören muss, steckt jedoch beim genaueren Hinsehen auch viel Pech dahinter.

Pech mit Schiedsrichterentscheidungen

Kaum zu glauben, aber wahr - Hertha BSC hat von seinen insgesamt sechs Gegentoren in der Europa League vier davon nach einem Foulelfmeter gegen sich bekommen. Von diesen vier Elfmetern waren mindestens zwei strittig, wo der Schiedsrichter mit etwas Fingerspitzengefühl auch hätte weiterspielen lassen können.

Werbung
Werbung

Umgekehrt hatte Hertha eben nicht dieses Glück auch einmal einen zweifelhaften Elfmeter für gepfiffen zu bekommen. Wenn wir uns einmal zurück erinnern an den ersten Gruppenspieltag. Damals kam Darida gegen Bilbao im Strafraum zu Fall und bekam dafür keinen Elfmeter, obwohl ein Kontakt klar zu erkennen war. Es war noch die Rede von ,,internationaler Härte'', doch wenn wir nach dem fünften Spieltag einmal diese Szene mit bereits gepfiffenen Elfmetern vergleichen, macht dies im Nachhinein einen fast grotesken Eindruck! Symptomatisch, dass dies genau am ersten Spieltag passierte. Hätte die Hertha damals den Elfer bekommen, wer weiß wie man nun dastünde.

Und wie vielen die anderen zwei Tore die die Hertha ausnahmsweise nicht nach Elfmetern bekommen hat?

Das erste der zwei Gegentore, die die alte Dame nicht vom Punkt aus bekam, war ein abgefälschter Freistoß gegen Luhansk - Wäre der Ball damals nicht von einem eigenen Spieler ins eigene Tor abgelenkt worden, wäre dieser Ball kein Problem für Torhüter Jarstein geworden.

Werbung

Das zweite Tor, dass Hertha nicht aus elf Metern bekam, war das gestrige dritte Tor von Bilbao und auch dieses war mehr als nur strittig. Als Mitchell Weiser bei eigenem Freistoß den Ball in den gegnerischen Strafraum flankte, pfiff der Schiedsrichter abseits des Balles Stürmerfoul. Da das Foul zentral im Strafraum Bilbaos aus circa 15 Metern stattfand muss der Freistoß auch genau von dort aus ausgeführt werden. Doch da Bilbao einen schnellen Konter fahren wollte und in der Zone, wo das Foul eigentlich stattfand noch viel Betrieb war, entschloßen die Bilbao-Spieler den Freistoß zehn Meter weiter nach links zu verlagern und von dort auch auszuführen, um so den vielen Spielern im Strafraum aus dem Weg zu gehen und zu kontern. Der italienische Schiedsrichter ließ das durchgehen und somit konnten die ,,Basken'' die ,,Herthaner'' ungehindert auskontern.

,,Es gibt kein hätte, wenn und aber''

Nach all diesen unglücklichen Entscheidungen spricht es für Dardai, dass dieser nicht die Schiedsrichter kritisiert, sondern noch einmal auf die eigene Leistung verwies, die über weiter Strecken sehr gut war: ,,Man muss das so akzeptieren, denn im #Fußball gibt es kein hätte, wenn und aber''.

Werbung

Hertha muss das Glück erzwingen

Aus Hertha-Sicht dürfen die Blicke nun nicht nach unten wandern, sondern müssen weiter nach vorne gehen! Auch wenn man letzte Woche Zuhause nach einer kämpferischen Leistung gegen Gladbach unglücklich 2-4 verloren hatte, genauso wie das gestrige Spiel gegen Bilbao, waren diese Spiele ,,Mut-Macher''! Hertha zeigte in beiden Begegnungen Biss, Leidenschaft und Kampfgeist der bis jetzt nur nicht belohnt wurde. Wenn Hertha am Sonntag in Köln wieder all diese Eigenschaften abrufen kann wird der Knoten eines Tages platzen!

Herausragend: Die 6 besten Bayern-Spieler der laufenden Saison laut Kicker-Noten

Die Gerüchteküche brodelt: Wechselt Benjamin Pavard zu Bayern München? #herthabsc