Wie gestern bereits vermutet wurde, haben die New York #giants ihren Ben McAdoo in dessen zweiter Saison als Headcoach entlassen. Auch General Manager Jerry Reese muss gehen. Mit einer desaströsen Bilanz von 10 Niederlagen und nur 2 Siegen, hinterlässt McAdoo eine riesigen Scherbenhaufen. Nicht nur hat er während seiner Zeit als Giants-Coach eine stolze Franchise in die Niederungen der #NFL geführt. Er hat auch ein New Yorker Denkmal zerstört: den extrem populären Quarterback Eli Manning, dem er seine unglaubliche Serie von 210 Starts als Quarterback für die Giants in Folge letzte Woche zu Nichte machte.

Beim letzten Spiel gegen die Oakland Raider, das ebenfalls verloren ging, setzte Ben McAdoo auf Geno Smith und den zweifachen Super-Bowl-Sieger Manning auf die Bank.

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Der Aufschrei unter Fans und insbesondere in den Medien, die vor allem in New York unerbittlich sind, war riesengroß. McAdoo schien die Schuld an der sportlichen Misere allein seinem Star-Quarterback in die Schuhe schieben zu wollen. Dass der Schuss nun aber nach hintenl losging war vorauszusehen.

Zu schlecht war die bisherige Leistung der New Yorker, sowohl in der Offense, als auch in der Defense. Nach einem katastrophalen Start von 0-5 Spielen war eigentlich klar, dass der Turn-Around in dieser Saison nicht mehr zu schaffen sein würde. Interne Streitigkeiten und Disziplinarmaßnahmen gipfelten in Woche 6 mit der Suspendierung der Veteranen Rodgers-Cromartie (Cornerback) und Jenkins (ebenfalls Cornerback). Der zunehmende Autoritätsverlust von McAdoo nahm nun seinen Lauf.

Der Tiefpunkt von McAdoos Amtszeit war aber sicherlich der Umgang mit Eli Manning, dem die Giants immerhin zwei Super-Bowls zu verdanken haben (2007 und 2011).

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Mannings persönliche Stats lagen in dieser Saison über seinem Karrieredurchschnitt. Es gab also keinen triftigen Grund, ihm seinen 13 Jahre lang gehaltenen Stammplatz wegzunehmen. Zwar wird auch dem Management eine gewisse Mitschuld zugeschrieben, da Co-Owner John Mara Ben McAdoos Entscheidung nicht hinterfragte oder sein Veto einlegte und General Manager Reese diese mittrug. Letztendlich haben jedoch alle Beteiligten die Reaktion von Spielern, ehemaligen Spielern, Fans und Journalisten auf das "benching" von Eli Manning krass unterschätzt. Vermutlich hätte auch ein Sieg in Oakland daran nicht viel geändert.

Wie geht es nun weiter für die Giants? Eli Manning wird sicherlich wieder der "starting quarterback" werden. Der alternde QB-Star ist mit 36 Jahren jedoch nicht mehr weit entfernt vom Karriereende und die Giants müssen dringend einen fähigen Nachfolger suchen. Derzeit sieht es danach aus, als würden die Giants beim nächsten NFL-Draft 2018 den zweiten Pick bekommen, auf jeden Fall einen Top-5- Pick.

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Hier muss die Franchise den Grundstein für die kommenden Jahre legen und einen fähigen Quarterback draften. Bei der Suche nach einem neuen Coach könnte das Management auf Seiten der erfolgreichsten Franchise der letzten Jahre, den New England Patriots fündig werden. Der Offensivkoordinator Josh McDaniels wird bereits als Favorit auf den Trainerjob gehandelt. Vielleicht bringt er ja das Sieger-Gen mit, um die Giants wieder zum Erfolg vergangener Zeiten zu führen! #elimanning