Während eine der Mannschaften sich auf dem Rasen aufwärmt, sitzt die E-Mannschaft im warmen und trainiert für die nächsten Turniere. Denn Bundesligist FC Schalke 04 ist mittendrin im #E-Sport. Videospiele sind schon lange beliebt und seit 2016 auch in der #Bundesliga vertreten. Unter E-Sport versteht man Videospiele, die online und unter Wettbewerbsbedingungen gespielt werden.

Der professionelle E-Sport begeistert Deutschland

In zwei Kategorien ist Schalke 04 mit eigenen professionellen Mannschaften vertreten: FIFA und League of Legends (LOL) .

Bei League of Legends (Strategie-Spiel mit den meisten Zuschauern und den meisten Spielern weltweit), schaffte das E-Team von FC Schalke 04 letzte Saison noch den Klassenerhalt in der besten europäischen E-Sport-Liga, die aus 10 Teams besteht.

Sie wollen in der nächste Saison viel besser abschneiden. Bei FIFA sind die Schalker die Besten in der Virtuellen Bundesliga (VBL) und dominieren den E-Sport in Deutschland. Dennoch ist der Verein ständig auf der Jagt nach neuen jungen Talenten. Der E-Sport ist Teil der Marketingstrategie von Schalke 04. Andere Vereine ziehen langsam mit. Ziel von Schalke 04 ist schnell und effizient Menschen erreichen. So sollten mehr Menschen an die Marke Schalke gebunden werden. Sie wollen die junge Generation abholen und sie von Schalke begeistern. Je mehr Spieler desto mehr potenzielle neue Schalke 04 Fans, so die Idee. Momentan hat sich Schalke 04 mit dem League of Legends-Team vorgenommen einen Platz auf der Weltmeisterschaft zu schaffen. Mit einem siebten Platz in der Vorsaison wird es aber nicht leicht sich zu qualifizieren.

Das FIFA-Team von Schalke 04, unter Team-Chef Joshua Begehr, hat auch große Ambitionen und trainiert fleißig.

Hallen voll und die Kassen der Sponsoren klingeln

400 Millionen Menschen verfolgen professionelle Spiele auf der ganzen Welt, direkt in großen Austragungshallen oder Online. Ganze Stadien werden mittlerweile gefüllt. League of Legends is das meistgespielte und auch meistgeschaute E-Sport. Wegen der großen Zahl der Zuschauer sind Unternehmen auf den E-Sport aufmerksam geworden, weil sie viel Verdien-Potenzial sehen. Das Geschäftsmodell von Gaming wird als sehr lukrativ angesehen.

Das Geschäft mit dem E-Sport

Viel Geld verdienen versprechen sich viele der Profi-Sportler. Spieler können schon längst finanziell gut davon leben. Ein Fulltimejob, denn ca. fünf Stunden am Tag wird gezockt. Analysten und Coaches betreuen die Spieler. Die professionellen Spieler von Schalke 04 haben Reha- und Fitnesseinrichtungen und bekommen eine Wohnung, in der sie hausen können. Von den Spielern werden Geschicklichkeit, Ausdauer und Konzentration gefragt.

Es gibt Millionen Beträge zu verdienen, denn der E-Sport entwickelt sich sehr schnell zum Milliardengeschäft, von dem einige ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. 2016 wurden in Deutschland 50 Millionen umgesetzt und bis 2020 sollten der Umsatz auf 130 Millionen Euro wachsen, so Experten.

E-Sport bald olympische Disziplin

Mit 100 Millionen Spielern weltweit ist Gaming ein sehr attraktiver Sport. Alexander Jobst, Marketingvorstand von Schalke 04 ist davon überzeugt, dass sich der E-Sport bald als „regulärer Sport“ etablieren wird. Experten spekulieren, dass E-Sport in den nächsten Jahren zum olympischen Sport werden wird.

Bundesligisten Leipzig, Wolfsburg und Stuttgart sind schon mit eigenen Teams dabei. Dortmund hat sich gegen den E-Sport ausgesprochen, weil dieser Trend nicht zum Verein passt. Kern des BVB sei der „echte #Fußball“, so Marketing-Chef Carsten Cramer. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München ist zwar aktuell noch nicht aktiv dabei, lässt sich aber die Tür offen für einen möglichen Einstieg. #esport