Neben den Spielen an sich gehört die Auslosung der #WM Gruppen sicherlich zu den spannendsten Ereignissen. Am 1. Dezember wurden im Moskauer Kreml feierlich die Gruppen der kommenden WM gelost. Auf den ersten Blick gibt es keine Hammer-Gruppe - aber auch keine klaren Favoriten.

Die Sbornaja mit Losglück

Eröffnet wird die WM mit der Partie Russland-Saudi Arabien. Sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, aber für die russische Nationalmannschaft immens wichtig. Die Mannschaft steht dem gesamten Land und sich selbst in der Pflicht und hat aufgrund der vergleichsweise schwachen Gegner keinerlei Ausreden mehr. Ein Ausscheiden aus der Vorrunde wäre eine Tragödie für die Russen und Russland.

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Allerdings sind russische Fußballexperten optmistisch, was die Gruppenphase angeht. Bereits Monate vor der Auslosung versicherte mir Pavel Zanozin, Sportkommentator und Moderator beim russischen Sportsender ,,MatchTV", dass die Chancen auf ein Erreichen der KO-Runde sehr gut stehen. Außerdem überzeugte die russische Nationalelf in den Vorbereitungsspielen gegen Argentinien und Spanien und präsentierte den Zuschauern nach langer Zeit endlich mal wieder schönen, mutigen und offensiven Kombinationsfußball. Somit sind die ersten Gegner Saudi-Arabien und Ägypten eine Pflichtaufgabe für Russland. Einzig und alleine Urugay könnte die Sbornaja vor Probleme stellen.

Sollte die Sbornaja die Vorrunde überstehen, ist dann wahrscheinlich schon im Achtelfinale Endstation. In der Runde der letzten 16 warten entweder Portugal oder Spanien.

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Auch wenn man im November ein 3:3 gegen Spanien erkämpft hat, ist die spanische Nationalmannschaft im Wettkampfmodus eigentlich unschlagbar. Hier müsste ein Fußballwunder her. Der Druck für die Russen ist riesig.

Wie sehen die Russen das Ergebnis der Auslosung?

Wie bereits erwähnt, ist die Mehrheit der Experten erfreut über die vergleichsweise sehr schwachen Gegner. Es gibt aber auch warnende Stimmen. In einem Artikel auf der russischen Sportseite ,,Championat.com" verdeutlicht der Autor: Saudi-Arbabien mag zwar nach einem Arbeitssieg klingen, ist es jedoch nicht. Die Saudis stellten das offensivstärkste Team der asiatischen WM-Qualifikation und erreichten problemlos die zweite Etappe der Quali. Nur Japan konnte ihnen die Stirn bieten. Aber auch Ägypten könnte zu einem Problem werden. Das Team um Starspieler Mohamed Salah, der in der aktuellen Premier League in 16 Spielen zwölf Tore erzielt hat, zeichnet sich durch eine unfassbare Disziplin und Hingabe aus. Die Spieler haben alle ein Kämpferherz und würden für ihr Land durchs Feuer gehen - etwas, was man von den russischen Fußballspielern nicht unbedingt behaupten kann.

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Dieser Meinung ist auch der russische Nationalspieler Fjodor Smolov. In einem Interview mit ,,sport-express.ru" sagte er: "Natürlich hätten wir auch schwierigere Gegner bekommen können (...) aber Ägypten ist das erste Mal seit 28 Jahren wieder bei einer WM dabei. Die Spieler werden alles geben!"

Der letzte Gegner, Urugay, hat nach Brasilien sicherlich die stabilste Mannschaft aus Südamerika. Die Mannschaft wird von Luis Suarez und Edinson Cavani angeführt und spielt sehr aggressiven Offensivfußball. Schafft es die russische Hintermannschaft jedoch diese beiden Schlüsselspieler auszuschalten, hat die Sbornaja realistische Chancen auf einen Sieg.

Jetzt sind es nur noch wenige Monate. Das Warten hat bald ein Ende. Die WM kann kommen. Und die Russen müssen die Gruppenphase überstehen. Falls nicht, wäre das ein Fiasko. Oder wie der russische Sportjournalist Sergej Egorov einen seiner Artikel genannt hat: Wenn man mit so einer Gruppe das Achtelfinale nicht erreicht, warum spielt man dann überhaupt? #2018