WM 2018

Die Weltmeisterschaft in Russland rückt immer näher. Nach der Auslosung der Gruppenphase am 1. Dezember sind nun auch die ersten Gegner der DFB-Elf bekannt. Mexico, Schweden und Südkorea gilt es zu überwinden. Keine allzu einfache, aber eine durchaus machbare Aufgabe für die Mannschaft von Joachim Löw. Doch wer wird im Juni dann letztendlich im Kader stehen? Ein wahres Luxusproblem, das Bundestrainer Löw und sein Trainerstab hier zu lösen haben. Selten war die Auswahl an potentiellen Kandidaten so hoch, wie es derzeit der Fall ist. Neben den älteren, erfahrenen Spielern, drängen sich auch einige junge, wilde in den Kader.

Wen nimmt Jogi Löw mit nach Russland? Wer ist gesetzt? Für wen wird es eng?

Eine erste Prognose:

Sicher dabei:

Manuel Neuer: Trotz seiner derzeitigen Verletzung ist der Kapitän der Nationalmannschaft fest für die Weltmeisterschaft eingeplant.

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Jogi Löw sieht den Einsatz des Welttorhüters als nicht gefährdet.

Marc-André ter Stegen: ter Stegen weiss sich selbst klar hinter Manuel Neuer einzuordnen. Der Torwart vom FC Barcelona ist die klare Nummer 2 im DFB-Kader. Sollte Neuer überraschend ausfallen, wird er wohl die neue Nummer 1.

Jerome Boateng und Mats Hummels: Genau wie beim FC Bayern sind die beiden Abwehrspieler auch in der Nationalmannschaft klar gesetzt in der Innenverteidigung.

Joshua Kimmich: Nach der Ära des Philipp Lahm scheint Löw mit Joshua Kimmich auf der rechten Außenverteidiger einen klaren Nachfolger gefunden zu haben.

Toni Kroos: Kroos gilt derzeit als einer der besten 6er der Welt. Keine Frage, dass er auch den Spielaufbau bei der WM in Russland gestalten wird.

Sami Khedira: Immer wieder musste Khedira in letzter Zeit mir Verletzungen kämpfen.

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Sollte er gesund bleiben, steht einem Platz im Kader nichts im Weg.

Thomas Müller: In der Nationalmannschaft läuft es besser für Müller als in München. Eine WM ohne ihn, ist unvorstellbar.

Mesut Özil: Löw vertraut immer wieder auf den Offensiven Mittelfeldspieler von Arsenal London. Özil dankt es ihm mit konstant guten Leistungen und ist fester Bestandteil im DFB-Team.

Julian Draxler: Besonders beim Confederations Cup konnte Draxler auf sich aufmerksam machen. Seine ordentliche Leistung war eine gute Bewerbung für die WM.

Timo Werner: Mit 7 Toren in 10 Länderspielen hat Timo Werner gezeigt, dass er auch im Dress der DFB-Elf für viel Torgefahr sorgt. Bei anhaltender Leistung sollte an dem Leipziger im Sturm kein Weg vorbei führen.

Leroy Sané: Sané ist derzeit in einer unfassbaren Form. Mit seinem Tempo, seinem Dribbling und seiner Technik wirbelt er derzeit mit Manchester City die Premier League auf.

Gute Chancen:

Antonio Rüdiger: Hummels und Boateng sind in der Innenverteidigung gesetzt.

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Rüdiger könnte hier als Backup agieren. Der Verteidiger von Chelsea London wäre auch der ideale Mann für eine 3er Kette.

Mario Götze: Seit seiner Rückkehr zum BVB findet Götze immer besser zu seiner alten Form zurück. Es bleibt zu hoffen, dass ihn schwerere Verletzungen nicht wiederholt zurückwerfen.

Emre Can: Can bringt eine große Varibilität in den Kader. Der Mann vom FC Liverpool kann sowohl als 6er, Außenverteidiger und notfalls sogar in der Innenverteidung spielen.

Niklas Süle: Ähnlich wie beim FC Bayern, könnte Süle auch in der Nationalmannschaft die verletzungsanfälligen Hummels und Boateng adequat ersetzen und ihnen Pausen gewähren.

Ilkay Gündogan: Es steht außer Frage, dass ein Ilkay Gündogan in Topform mit nach Russland fahren muss. Doch viel zu oft machen dem defensiven Mittelfeldspieler Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Dass er sich nach Rückschlägen ordentlich zurückkämpfen kann, hat er oft genug bewiesen.

Jonas Hector: Auf der linken Außenverteidigerposition ist Jonas Hector die erste Wahl. Lediglich weitere Verletzungen könnten dem Kölner eine WM Teilnahme vermiesen.

Lars Stindl: Wenn er die Chance, für Deutschland zu spielen, bekommen hat, hat der Gladbacher diese stets genutzt.

Sandro Wagner: Auf der Suche nach deutschen Stürmern für die WM, fällt neben Werner und Stindl auch immer wieder der Name Sandro Wagner. Trifft er weiter so konstant in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft, wird seine Nominierung auch für die WM heiß diskutiert werden.

Sebastian Rudy: Rudy bringt eine extreme Ruhe, Ballkontrolle und defensive Sicherheit mit. Eigenschaften, die durchaus wichtig sein könnten.

Leon Goretzka: Goretzka spielt eine unglaubliche Saison für Schalke 04. Dem Offensiven Mittelfeldspieler gehört definitiv die Zukunft beim DFB. Ob diese bereits im Sommer 2018 beginnt, ist durchaus zu erwarten.

Wackelkandidaten:

Kevin Trapp und Bernd Leno werden den Kampf als dritter Torwart unter sich ausmachen. Neuer und ter Stegen sind gesetzt. Einen Vorteil könnte Leno dadurch haben, dass Trapp derzeit in Paris wenig bis keine Spielpraxis erhält.

Marco Reus: Der Dortmunder gehört zweifellos zu den talentiertesten deutschen Fussballern. Aufgrund seiner unzähligen Verletzungen hat er jedoch nie eine große Rolle in der Nationalmannschaft gespielt.

Mario Gomez: In den vergangenen Jahren vertraute Löw immer wieder auf Gomez. Bei Wolfsburg fällt Gomez derzeit jedoch nicht durch Topleistungen auf. Zudem erhöhen die jungen Alternativen im Sturm den Konkurrenzkampf. Gomez einziger Vorteil ist derzeit seine enorme Erfahrung.

Shkodran Mustafi: Mustafi wird um seinen WM Platz hart kämpfen müssen. Die viele Spielzeit, die Arsene Wenger ihm derzeit bei Arsenal London gibt, spricht für den Abwehrspieler.

Benedikt Höwedes: Richtig angekommen ist der Ex-Schalker aufgrund seiner Verletzung bei Juventus Turin noch nicht. Er wird eine ordentliche, verletzungsfreie Rückrunde hinlegen müssen, wenn er auf dem WM-Zug aufspringen will.

Julian Weigl: Die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld ist enorm stark in der Nationalmannschaft, aber Weigl hat durchaus das Potential sich einen Platz im Kader zu sichern.

Julian Brandt: Sollte Reus bis zum Sommer wieder fit werden, wird es schwer für Brandt. Den Leverkusener sollte man dennoch nicht abschreiben. Im Spiel von Brandt ist eine klare Verbesserung zu sehen, die stets anhält. Vielleicht ist ein Platz für diese Weltmeisterschaft jedoch etwas zu früh.

Matthias Ginter: Seit seinem Wechsel hat Ginter sich sehr gut bei Borussia Mönchengladbach eingefunden und durch konstant gute Leistungen gezeigt, dass auch er ein Kandidat für Russland 2018 sein könnte.

Kevin Volland: Volland ist, Stand 3. Dezember, nach Zahlen der beste deutsche Stürmer in dieser Saison. Sollte seine starke Form anhalten, könnte der Leverkusener mit in die Stürmerdiskussion einsteigen.

Serge Gnabry: Eine WM-Teilnahme ist für den jungen Serge Gnabry eher unwahrscheinlich. Dennoch hat der Hoffenheimer nach seiner langen Verletzung zwei starke Spiele hingelegt. Auch für ihn würde die WM wahrscheinlich etwas zu früh kommen.

Marcel Halstenberg oder Marvin Plattenhardt: Während der Verletzung von Jonas Hector gab Löw, den beiden Bundesligaprofis die Chance sich im Trikot der Nationalmannschaft zu beweisen. Beide nutzten diese Gelegenheit durch solide Leistungen. Dass beide mit nach Russland fahren werden, ist wohl ausgeschlossen. Einer könnte jedoch als Backup auf der linken Außenverteidigerposition dienen. Es sieht nach einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden aus. Entscheiden werden hier ihre Leistungen in der Bundesliga in den nächsten Monaten.

Andre Schürrle: Schürrle benötigt eine enorme Leistungssteigerung, wenn er sich noch für die WM empfehlen will. Die Verletzungsmisere beim BVB könnte ihm hier in die Karten spielen. Seine Einsatzzeiten wird er nun nutzen müssen.

Eher raus:

Jonathan Tah: Der Innenverteidiger spielt eine solide Saison für Bayer 04 Leverkusen. Aufgrund der zu starken Konkurrenz auf seiner Position, wird eine Teilnahme bei der WM in Russland wohl nichts. Eine Zukunft von Tah in der Nationalmannschaft ist hingegen sehr wahrscheinlich.

Karim Bellarabi: Ganz abschreibenn sollte man Bellarabi nie. In der derzeitigen Situation ist jedoch kein Platz für den Leverkusener.

Amin Younes: Auch für den Mann von Ajax Amsterdam wird es sehr schwer sich einen Platz im Kader zu erkämpfen. Trotz seiner guten Leistungen für Deutschland und Ajax, ist die Konkurrenz zu groß.

Kerem Demirbay: Die guten Auftritte in der Bundesliga für die TSG Hoffenheim belohnte Jogi Löw jüngst mit der Nominierung für das DFB-Team. In zwei Länderspielen sprang dabei sogar der erste Treffer für Demirbay raus. Eine WM Teilnahme ist dennoch eher unrealistisch.

Überraschungskandidat:

Bei den letzten Turnieren der deutschen Nationalmannschaft kam es immer wieder zu überraschenden Nominierungen. Damit ist bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland wohl nicht zu rechnen. Zu viele Kandidaten stehen Löw zur Auswahl, die bereits mindestens einmal mit dem Adler auf der Brust aufgelaufen sind. Bei einem Blick auf die oben genannten Spieler, bedarf es keinem Überraschungskandidaten. #WM2018 #Fußball