Südamerikaner benötigen in der Regel mehrere Wochen bis Monate um sich in der Bundesliga zu etablieren und akklimatisieren. Das andere Klima, die schnellere Spielweise, die höhere taktische Ausbildung, die neue Kultur und vor allem für junge Talente die weite Entfernung zur Familie, sorgen bei den meisten für einen ordentlichen Knick in der Karriere. Nicht so bei Santiago #Ascacibar, der junge Argentinier beeindruckte von Beginn an. Kaum angekommen, sorgte er bei seinem Startelfdebüt gegen Wolfsburg für schnalzende Zungen und höher schlagende Herzen in der Mercedes-Benz-Arena. Sein Einsatz, die Lauffreude, gutes Stellungsspiel und die präzisen Grätschen mit denen der Gift-Gaucho seine Köpergröße von 1,68 Metern wieder vergessen lässt, macht ihn zu einem der beudetensten und vielversprechendsten Spieler im Kader von Hannes Wolf.

Sollte es Ascacibar noch gelingen sein Passspiel und die Cleverness in der Zweikampfführung zu verbessern, dann steht einer großen Karriere nichts mehr im Weg.

Sportvorstand Michael Reschke verpflichtete den 20- Jährigen Argentinier im Sommer für acht Millionen Dollar, umgerechnet rund 6,7 Millionen Euro. Diese Summe hat sich schon jetzt gelohnt, sein Marktwert wird nach der Hinserie in der Bundesliga auf circa 10 Millionen Euro geschätzt. Gute Chancen auf eine weitere Erhöhung hat der #VfB Stuttgart, wenn es für den Kapitän der Argtinischen U21-Nationalmannschaft noch etwas werden sollte mit einer Nominierung für die WM in Russland. Unter anderem soll sogar schon Real Madrid ein Auge auf das Mittelfeldjuwel geworfen haben.

Ein Wechsel würde aber wohl für alle Parteien noch keinen Sinn ergeben, da Ascacibar bei den Stuttgartern die Spielzeit bekommt, die er für seine Entwicklung dringend benötigt, des weiteren hat Ascacibar einen Fünf-Jahres-Kontrakt unterschrieben, hier wird der VfB Stuttgart wohl eher die weitere Entwicklung und Marktwertsteigung im Auge behalten.

Sowohl Chefcoach Hannes Wolf, als auch Sportvorstand Michael Reschke können zufrieden sein mit ihrem Mittelfeld auf der Doppel-Sechs. Christian Genter und Santiago Ascacibar halten die Mitte gut dicht, wobei sich dem Kapitän Christian Gentner durch das aggressive Verteidigungsverhalten von Ascacibar mehr Offensivraum bietet um sich um den Spielaufbau und die Spielgestaltung zu kümmern. Sollten sich die beiden noch besser einspielen, wird auch offensiv mehr Druck erzeugt werden können. Gegen die Top- Teams der Liga war sehr gut zu erkennen wie gut die Verteidigungarbeit funktioniert, es bleibt abzuwarten ob von der Doppelsechs in der Rückrunde auch offensiv mehr zu sehen sein wird. Der erste Härtetest ist am Samstag um 15:30 in der Mercedes-Benz-Arena gegen Hertha BSC Berlin.

Die Qualität wäre vorhanden :

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