Befürworter des E-Commerce schwören immer wieder das Ende des stationären Einzelhandels hervor. Doch wieviel Wahrheit steckt dahinter?


Lange Zeit machte das #Internet dem stationären Handel hauptsächlich durch die Produktverfügbarkeit und den Preis Konkurrenz. Der Erlebnisfaktor “Shopping“ war hierbei einer der wesentlichen Faktoren, den das Online-Shopping im Kaufprozess nicht abbilden konnte. Durch den Wegfall der Ebene der zwischenmenschlichen Interaktion wird zudem eine persönliche Beratung erschwert. Eine Vielzahl von Studien hat ergeben, dass dies aus Kundensicht als Nachteil des E-Commerce gegenüber dem stationären Handel gesehen wird. Durch die technische Weiterentwicklung und die Instrumente des Web 2.0 können diese beiden Faktoren nun zumindest in Teilen auch im Internet geboten werden.


Neue Features erhöhen die Kundenzufriedenheit


Erreicht werden kann dies beispielsweise durch die Integration einzelner Instrumente, wie Kundenbewertungen oder Avatare. Diese ersetzen in gewissem Maße die nicht vorhandene Beratung im Internet, indem sie Meinungen über das Produkt zeigen oder dem Kunden dabei helfen, andere passende Produkte zu finden.

Eine andere Möglichkeit besteht in der Umsetzung ganzheitlicher Konzepte im Sinne des „Event-Shoppings“, wie beispielsweise dem Live-Shopping oder den Shopping-Clubs. Bei diesen Konzepten schließen sich Gruppen von Usern zusammen, um die bestmöglichen Preise zu erzielen und/oder gemeinsam eine Kaufentscheidung zu treffen.


Shopper 2.0 – vom Konsumenten zum Teil des Unternehmens


Einige Web 2.0-Instrumente ermöglichen es, den Kunden verstärkt in die Wertschöpfungsprozesse einzubeziehen und auf dessen Vorstellungen und Wünsche zu reagieren. Ein Beispiel hierfür ist Converse, wo Kunden ihre eigenen Schuhe designen können. Eine marktorientierte Ausrichtung an die Bedürfnisse der Kunden wird somit vereinfacht. Die Produkte werden wieder individueller auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten und nicht einfach durch Werbemaßnahmen in den Markt gedrückt. Die Floprate bei Produktneueinführungen kann somit reduziert werden. In diesem Zusammenhang ist auch das Konzept des Crowdsourcing zu nennen. Dabei Lagern Unternehmen bewusst Teile der Wortschöpfungskette aus und machen und machen den Kunden somit zu einem aktiven Teil des Unternehmens. Dies erhöht sowohl die Absatzzahlen, als auch die Kundenzufriedenheit. Bis das Internet den stationären Einzelhandel komplett verdrängt, werden allerdings noch einige Jahre vergehen, wie man in den vielen zufriedenen Gesichtern der Tausenden Shopper während des jährlichen Winterschlussverkaufes sehen konnte. #Marketing