Bei der Prokon GmbH, die durch schwere kaufmännische Fehler in die Insolvenz geratenene Windenergiefirma, stehen die Zeichen auf Neuanfang. Anfang Februar wird der Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin 75.000 Briefe verschicken, gerichtet an die Genussrechtsinhaber. Die Freunde von Prokon sind recht optimistisch, was den Ausgang der Umfrage betrifft. Denn bereits im Herbst letzten Jahres der nun bevorstehenden rechtlich verbindlichen Abfrage, war eine vorläufige, noch unverbindliche vorausgegangen. Daran hatten 51.000 Genussrechtsinhaber teilgenommen, die zusammen ein Genussrechtskapital von rund. 1.100 Millionen Euro halten. Rund 34.000 Genussrechtsinhaber, (mit einem Genussrechtskapital von 780 Millionen Euro ) hatten ihre Bereitschaft für eine unternehmerische Beteiligung an PROKON, voraussichtlich in der Form einer Genossenschaft, erklärt.

Nun mobilisieren "Die Freunde von Prokon e.V"- ein Zusammenschluss von inzwischen mehr als 10.000 Genussrechtsinhabern (mit einem Kapitaleinsatz von insgesamt mehr als 400 Mio. Euro) für die Erhaltung Ihrer Firma und Umwandlung in eine Genossenschaft. Voraussetzung dafür ist ein positives Votum des Genossenschaftsverbandes. Der Verband war vom Insolvenzverwalter angefragt worden, die Voraussetzungen für eine Umwandlung der PROKON Regenerative Energien GmbH in eine Genossenschaft zu prüfen.

"Das PROKON-Insolvenzverfahren ist anders als bisherige Verfahren", ergänzt
 der Pressesprecher Rainer Doemen. "Denn bei Prokon ist keineswegs das
 gesamte finanzielle #Investment von Genussrechtsinhabern verloren - wie
 fälschlicherweise auch heute noch in Medien behauptet wird. Sondern der
Insolvenzverwalter geht bei der Fortführung des Windkraftunternehmens als 
Genossenschaft PROKON 2.0 davon aus, dass noch mindestens 50 Prozent des 
jeweils investierten Genussrechtswertes erhalten bleiben."