Fürwahr, nun steht also hierzulande der Showdown im Bankensektor an. Nicht nur, dass die Heta, die Abbaugesellschaft der ach so glorreichen Hypo Alpe Adria wieder ein formidables Finanzloch aufweist, wofür richtigerweise der Finanzminister kein weiteres Steuergeld nachschießen wird.

Das vor Tagen verkündete Moratorium hat nun bereits Konsequenzen, die bis in die Bundesländer hineinreichen, den Eigentümern der anderen Hypobanken. Der Haftungsverbund der Landeshypos kann nun 1,2 Milliarden kosten, alleine bis Juni 580 Millionen.

Nicht genug damit, seitens des Vizekanzlers wird angedacht, ein Insolvenzrecht für Länder und Gemeinden einzuführen. Damit wären die sonst so mächtigen Landesfürsten ziemlich klein und zurechtgestutzt. Und so mancher Finanzlandesrat bzw. Finanzreferent wird sich dann wohl Fragen gefallen lassen müssen, weshalb er derart grob fahrlässig mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen ist.

Es ist ja nicht das Desaster der Hypo alleine, die zu solchen Überlegungen Anlass gibt. Da sind die Pleite der ÖVOG, des Spitzeninstituts der Volksbanken, ebenso die Kommunalkredite und zu guter Letzt all die Spekulationsblasen in den Bundesländern und Gemeinden, bei denen sich absolut unqualifizierte Leute als Player am Spekulationsmarkt betätigten und dann fürchterlich auf die Nase fielen.

Dumm nur, dass all diese Herrschaften mit ihnen anvertrauten Geldern extrem sorglos umgingen. Genau dies ist ihnen vorzuwerfen. Und genau dafür müssen sie zur Haftung herangezogen werden.

Wir leben in einer Welt, in der die Politik zu einem Dienstleistungsberuf mutiert, für dessen Ausübung Qualifikationen dringend erforderlich sind und die Haftung für das Tun und Unterlassen eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Ähnliches sollte aber ebenso für Manager Gültigkeit haben.

Denn bisher war es leider so, dass bei Malversationen und krassen Misserfolgen die Herren entlassen wurden oder zurückgetreten wurden, jedoch mit einer tollen Abfertigung und natürlich einer gesicherten Pension, von der der normale Bürger maximal träumen kann.