Seit 2002 existiert ein gemeinsames Projekt der REWE International AG und der österreichischen Umweltorganisation GLOBAL 2000. Im sogenannten Pestizid-Reduktions-Programm (PRP) treffen sich die, von Seiten der REWE behauptete Konzentration auf österreichische Landwirtschaft, und die von GLOBAL 2000 festgelegte, an Maßstäben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientierten gesundheitlichen Aspekte. Ziel des Programms ist eine deutliche Verringerung des Pestizidanteils in den heimischen Regalen und die damit einhergehende Qualitätssteigerung der #Lebensmittel.

REWE: Strengere Kriterien als vorgegeben

Dass es in der biologischen Landwirtschaft ein vorrangiges Ziel ist, ohne Pestizide auszukommen, dürfte klar sein. Doch auch im konventionellen Obst- und Gemüseanbau gibt es eine genau definierte Pflanzenschutzmittel-Obergrenze.

Der APA-Presseaussendung nach, geht REWE hier allerdings weiter als die Konkurrenz. Vorstandsvorsitzender Frank Hensel stellt fest, dass sein Unternehmen der einzige Lebensmittelhändler Österreichs sei, "der an sein konventionelles Obst und Gemüse im Hinblick auf die Pestizidbelastung deutlich höhere Ansprüche stellt als der Gesetzgeber". Das auf diese Art einzigartige Programm sei daher als Revolution anzusehen.

1.264 Proben allein im Jahr 2014

Hensel betont weiter, dass man das Pestizid-Reduktions-Programm vor allem durch die stetigen Verbesserungen der Messwerte als Erfolg betrachten könne. Schon jetzt dürfen sich Kunden von Billa, Merkur, Penny und ADEG wöchentlicher Stichproben durch GLOBAL 2000-Expertinnen und Experten sicher sein. Sollten sich auf Obst und Gemüse erhöhte Schutzmittel-Rückstände finden, kommt es zu einem vorübergehenden Lieferstopp des Produzenten, der nach einer Qualitätssicherung wieder aufgehoben wird. Erst dann werden die Lebensmittel wieder in den Markt eingeschleust.

Gemeinsames Ziel: Alternativen zu Pestiziden

Trotz der Rekord-Reduktion von Pflanzenschutzmitteln will REWE die konventionelle Landwirtschaft noch mehr von der biologischen beeinflusst sehen. Wichtig dabei sind Konzepte wie etwa der PRO PLANET Apfel, ein Programm zum Schutz der Bienen. Um auf, für Bienen tödliche, Spritzmittel verzichten zu können, wird dabei die tierschonende Verwirrmethode angewandt: Die Vermehrung der Schmetterlingsart der Apfelwickler wird dadurch behindert und die, durch deren Larven verursachten Schäden reduziert.

Das Herunterschrauben der Pestizid-Belastung ist für REWE somit nur ein Teilerfolg. Die stetige Suche nach weiteren umweltschonenden Alternativen zu chemisch-synthetischen Spritzmitteln stellt für Hensel ein Muss dar. Denn "nur so können wir im Sinne der Nachhaltigkeit Fortschritte machen - für die Gesundheit der Konsumenten und für die Umwelt", so der REWE International AG Vorsitzende. (APA)

Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de, Zugriff am 14.3.2015