Mit Stefan Raab verliert das #Fernsehen nicht nur einen seiner besten Moderatoren. Mit dem Rückzug des Showmasters, bricht ein ganzes Imperium zusammen.

Brainpool-Chefs haben über die Folgen informiert


Bereits am Dienstag sollen die Brainpool-Geschäftsführer die Belegschaft des Medienunternehmens über die wirtschaftlichen Folgen nach dem Raab Ende informiert haben. Das berichtet das Medienmagazin dwdl.de. Brainpool verantwortete, neben anderen Unterhaltungssendungen, vor allem sämtliche Raabproduktionen wie "TV total" oder "Schlag den Raab". Stefan Raab war Gesellschafter von Brainpool und hält heute immer noch Anteile an dem Unternehmen. Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen Stefan Raab noch von der ersten Stunde an.

Oliver Kalkofe für "TV total" keine Option


"Es wurden 80 betriebsbedingte Kündigungen zum Jahresende ausgesprochen, bedingt durch den Wegfall der Stefan Raab Produktionen", bestätigte Brainpool-Sprecherin Katja Plüm. Nach dwdl.de-Informationen sollen beim Wegfall der Produktionen auch zahlreiche freie Mitarbeiter und weitere Dienstleister betroffen sein. Im Endeffekt wird also nicht nur knapp die halbe Brainpool-Belegschaft ihren Job verlieren, sondern weit aus mehr Menschen. In Foren kritisieren "TV-total"-Fans die endgültige Entscheidung von Brainpool. Denn zum Beispiel "TV total" hätte man auch mit anderen Moderatoren, wie etwa den Fernsehkritiker Oliver Kalkofe, fortsetzen können. Da "TV total" in den letzten Jahren eine eher schlechter werdende Qualität unterstellt wurde, hätte Kalkofe der Show einen neuen Anstrich verpassen können.

Schaden für ProSieben nach Stefan Raab Abgang


Auch für die ProSiebenSat.1 AG wird der Weggang von Stefan Raab einen Schaden verursachen. Zunächst geht mit Raab die Identifikationsfigur des Senders verloren. Was für RTL Günther Jauch und Dieter Bohlen ist, war 16 Jahre für ProSieben eben Stefan Raab. Zudem sorgte er mit Events nicht nur für Innovationen und damit für begeisterte Werbekunden und Einnahmen, sondern schuf ein unverwechselbares - positives - Image für den Sender. ProSieben brauchte Raab immer mehr. Der Sender hatte viele seiner Comedystars an RTL verloren. Comedyshows wurden nach Sat.1 abgestoßen. Sendungen wie die "Comedystreet" wurden ins Internet umgesiedelt. Man hatte ja Montag bis Donnerstag Raab und an den Samstagen seine großen Events. Damit ist nach dem 19. Dezember 2015 (Tag der letzten Raab-Sendung) aber Schluß. Ein Desaster für ProSieben.

Unsere Worte für Brainpool

Blasting News wünscht den Kolleginnen und Kollegen in Köln jede Menge Kraft. Wir danken euch für 16 Jahre wundervolle Fernsehunterhaltung, die ihr für ProSieben und uns alle produziert habt. Wir wünschen euch, dass ihr schnell eine neue Anstellung finden werdet. #Finanzen