Seit Juli 2014 - er rangierte damals oberhalb von 110 Dollar pro Barrel - ist der Rohstoff Brent-Öl preistechnisch im Sinkflug begriffen. Im Januar 2015 erreichte er mit 48 Dollar den niedrigsten Wert seit 2009, als er sogar unter die 40-Dollar-Marke sank. Im Januar 2015 begann danach ein Wiedererstarken bis auf 70 Dollar, um danach nun wieder auf knapp unter 50 Dollar zu fallen.

W-Formation in Sicht

An diesem Punkt scheint sich der Ölpreis nun jedoch abermals zu fangen: Heute stieg er um knapp 0,9 Prozent und kratzte an der 50 Dollar-Marke. Wer sich den Chart ansieht, erkennt schnell, dass auf Grund der im Januar ausgiebig getesteten Unterstützung um genau diese Marke der freie Fall möglicherweise erstmal gestoppt sein könnte. Im Januar dauerte der Kampf mit der 50-Dollar-Marke etwa vier Wochen - ähnliches kann wieder eintreffen. Dafür spricht vor allem auch die W-Formation, die sich seit Januar herausgebildet hat. Sie ist bereits zu 75 Prozent vollendet. Sollte das ihr innewohnende Aufwärtspotential voll ausgeschöpft werden, bestünden Kurspotentiale von kurzfristig bis 60 Dollar, mittelfristig bis 70 Dollar und langfristig sogar bis über 110 Dollar.

Bis zu 120 Prozent Gewinnchance

Dies entspräche prozentualen Gewinnen von 20 Prozent (60 Dollar), 40 Prozent (70 Dollar) und 120 Prozent (110 Dollar). Auf die 60 Dollar müsste man bei einer Wiederholung der Bewegung ab Juli 2014 im Rahmen einer W-Formation circa 20 Tage, auf die 70 Dollar circa 50 Tage und auf die 110 Dollar circa ein halbes Jahr warten: Vorausgesetzt, das Szenario tritt in Kraft, worauf man nach den Erfahrungen von Januar 2015 noch gut vier Wochen würde warten können und was ab einem Tagesschlusskurs von ca. 53 Dollar charttechnisch indiziert würde. Doch Vorsicht: Der Ölpreis kann theoretisch natürlich auch weiter fallen. Gewinne der Vergangenheit bedeuten nicht, dass es zukünftige Gewinne geben muss.

Zwei Einstiegschancen in den nächsten Wochen abwarten

Attraktiv ist die Anlagechance vor allem deshalb, weil ein enger Stopp gezogen werden kann, sodass das Verlustpotential mäßig bleibt. Wer die Tradingchance nutzen will, wartet auf einen von zwei Kursen zum Einstieg:

1. Option: Der Öl-Preis fällt auf 47 Dollar. Wesentlich tiefer fielen auch die Schwankungen im Januar nicht aus. Auf Stundenbasis müssten höchstens 45 Dollar eingepreist werden. Sinkt der Ölpreis unter 44 Dollar, wird verkauft. Die maximalen Verluste lägen bei einem entsprechenden Stopp bei rund 7 Prozent.

2. Option: Der Öl-Preis steigt auf 53 Dollar. Damit wäre er im Rahmen der W-Formation aus dem Gröbsten heraus. Bei 50 Dollar wäre ein Stopp zu platzieren. Das Verlustpotential betrüge 6 Prozent.

Die jeweiligen Gewinnchancen sind oben zu finden. In Öl kann per CFD oder per Hebelzertifikat gehebelt und ungehebelt investiert werden. Ein gehebeltes #Investment eignet sich vor allem beim kurzfristigen und mittelfristigen Szenario, doch Achtung: Auch die möglichen Verluste fallen dann höher aus.

Rechtliche Hinweise:

* (Hebel-)Zertifikate sind Börsenpapiere für fortgeschrittene Anleger. Bei ihnen droht ein Totalverlust der Einlagen. Bei der Anlage per CFD können die Verluste die Einlagen sogar um ein Vielfaches übersteigen. Bitte sprechen Sie vor einer Anlageentscheidung unbedingt mir Ihrem Broker oder Finanzberater. Dieser Artikel ruft nicht zum Kauf von Finanzpapieren auf. Sämtliche Anlageentscheidungen fällen Sie in eigener Verantwortung.

* Der Autor ist zum Zeitpunkt der Artikelerstellung nicht selbst in Öl investiert. #Finanzen