Trotz zeitweiser Grenzschließungen verschiedener Länder wie Österreich, Ungarn oder Mazedonien, kommen täglich tausende #Flüchtlinge nach Deutschland. So sah man am vergangenen Donnerstag, kilometerlange Flüchtlingsströme von Salzburg in Richtung Freilassing (Bayern). In den ersten sieben Monaten in diesem Jahr, haben 256.938 Flüchtlinge einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Wer nun denkt, dass der größte Teil dieser Menschen aus Syrien kommt, täuscht sich.

Nur jeder 5. Flüchtling kommt aus Syrien

Von den rund viertel Million Flüchtlingen, die von Januar bis Ende Juli 2015 nach Deutschland kamen, waren 55.587 Menschen, also 22 Prozent, aus Syrien. 38.000 Flüchtlinge - also 13 Prozent - kamen aus Albanien, weitere 13 Prozent aus dem Kosovo. Und weitere Zahlen: 8% kommen aus Serbien, aus dem Irak und Afghanistan jeweils 5%; 4% flüchten aus Mazedonien und 2% aus Bosnien. Ebenfalls zwei Prozent kamen aus Eritrea (Afrika). Aus Pakistan kamen 1,6% und die restlichen etwa 22% flüchteten aus vielen verschiedenen Ländern. Der erste Eindruck, dass die meisten Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, aus Syrien kommen, trügt also. 

Zug verliert 120 Flüchtlinge auf dem Weg nach Berlin

Seit Wochen bewegen sich tausende Flüchtlinge nach Deutschland. Dort angekommen, werden sie an Erstaufnahmeeinrichtungen verwiesen. Doch eine erhebliche Anzahl kommt nicht an. Der Zug, der Flüchtlinge am Freitag von der bayrischen Grenze nach Berlin bringen sollte, "verlor" unterwegs 120 Flüchtlinge. Wie kann das passieren?

Wie wir erfuhren, steigen Flüchtlinge kurz vor Abfahrt des Zuges einfach aus. Andere ziehen während der Fahrt die Notbremse und flüchten aus dem Zug. Wieder andere kamen zwar in Berlin an, stiegen dann aber nicht in die Busse zur Erstaufnahmeeinrichtung.

Niemand wisse nun, wie viele Flüchtlinge überhaupt in Deutschland unterwegs sind. Auch Sicherheitsbedenken werden laut. Am Dienstag ist der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, von seinem Amt zurückgetreten

Bankkontoeröffnung ohne Ausweis für Flüchtlinge möglich

Dem Autor liegt ein Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BAFIN) vor. Dieses besagt, dass jeder Flüchtling, nun auch ohne Ausweis, ein Bankkonto eröffnen kann. Lediglich ein Schreiben muss vorgelegt werden. Dieses soll beinhalten:

  • Briefkopf einer inländischen Ausländerbehörde
  • Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse des Flüchtling
  • Ein Stempel
  • Ein Lichtbild
  • Eine Unterschrift

Es gibt keinerlei formale Anforderungen oder Vorschriften für das Material. Es kann also ein ganz normales, weißes Blatt Papier, ohne jegliche Sicherheitsaspekte genutzt werden.

Wir haben in Berlin bei verschiedenen Sparkassen nachgefragt:

Und tatsächlich: Aufgrund des Schreibens, werden täglich zahlreiche neue Konten ohne Ausweise eröffnet. Bei der Berliner Sparkasse im Berliner Bezirk Tiergarten, standen Flüchtlinge bis auf die Straße Schlange, um ein Konto zu eröffnen. Wie wir beobachten konnten, fungierte der Sicherheitsmitarbeiter als Übersetzer. 

Die BAFin (Bankenaufsicht) teilt den Sparkassenverbänden mit, dass diese die neue "Verwaltungspraxis gegenüber den Instituten der Kreditwirtschaft sowie Ihren Prüfungsverbänden" kommunizieren möchten. Auch wird verwiesen, dass die Konten für Flüchtlinge "aufsichtsrechtlich nicht beanstandet werden". Und auch die Wirtschaftsprüfer wurden angewiesen, diese Arbeitsweise nicht zu beanstanden.

Foto: n-tv TV-Sendung

Hier lesen sie, wie viel Geld ein Flüchtling in Deutschland wirklich bekommt:

Mythos Flüchtlinge: Wie viel Geld bekommt ein Flüchtling wirklich

Und ein weiterer Artikel zum Thema:

Flüchtlingseltern schmeißen ihre Kinder über den Grenzzaun #Krieg #Fernsehen