Die Anwohner rund um die Theresienwiese atmen auf: Endlich sind die Schnapsleichen weg. Die Touristen sind dagegen traurig - viel zu kurz war die Party. Interessant sind auch in diesem Jahr wieder die Zahlen rum um das Oktoberfest in München.

Ochsen waren der Hit

Los geht's: In den letzten zwei Wochen wurden in etwa 7,3 Millionen Maß Bier getrunken, knapp eine halbe Million weniger als im Vorjahr. Das berichtet die Rundschau vom Bayerischen Rundfunk (BR). Der rückläufige Bierumsatz spiegelt auch den Besucherrückgang wider. So kamen in diesem Jahr mehr als 400.000 Menschen weniger zum größten Volksfest der Welt. Die hatten aber mächtig Kohldampf. Denn es wurden weit über 100 Ochsen und 50 Kälber verspeist, so der BR. Das waren mehr Tiere als in 2014.

Schausteller schieben alles auf das Wetter

Die Fahrgeschäfte haben leichte Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz sei um bis zu 20 Prozent eingebrochen. Karussell-Besitzer machen das kalte Wetter verantwortlich. Besucher fanden Fahrpreise von bis zu 10 Euro pro Person eher unverschämt - egal bei welchem Wetter. Die Festleitung sprach aber von einer dennoch erfolgreichen Wiesn. Und auch hier vertritt man die Ansicht, dass nur das herbstliche Wetter für den Besucherrückgang gesorgt habe.

Gewalt und zu teuer - viele wollten nicht auf die Wiesn

Offenbar reden sich die Wiesn-Bosse die Lage schön. Denn das Wetter allein sorgte nicht für den Rückgang. Im Internet, auf Facebook und Nachrichtenportalen haben viele Menschen die Festleitung massiv angegriffen und begründet, warum sie in 2015 erst gar nicht kommen. Immer mehr Abzocke, lautete der Vorwurf. Fahrgeschäfte erhöhten schon 2014 drastisch die Preise, die Qualität der Hähnchen war im Vorjahr unterirdisch, die Maß Bier seit Jahren eher eine dreiviertel Maß und die steigende Gewalt sei unerträglich. 

Mehr Sexualstraftaten und Maßkrugschlägereien

Der Verlauf des 182. Oktoberfests stimmte die Polizei zunächst zufrieden. Sorgen bereiteten aber die Zunahme von Maßkrugschlägereien. Die schweren Gläser können bei einer Prügelei schwerste Verletzungen, sogar den Tod verursachen. Ebenfalls ist auch die Zahl der Sexualstraftaten gestiegen. Hierzu zählen sexuelle Nötigung und exhibitionistische Handlungen, wie die BR Rundschau weiter berichtet. Keine Probleme gab es hingegen zwischen Wiesn-Besucher und #Flüchtlinge. Hier verlief laut Polizei alles friedlich. Auch am Bahnhof München kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Das Sicherheitskonzept der Stadt München hat in diesem Jahr funktioniert.

Christina von Wiesn TV zeigt uns den letzten Tag auf dem Oktoberfest:

Teil 2: Christina zeigt die Oide Wiesn, den ruhigen Bereich der Wiesn:

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