Als Thorsten Legat in die Eichel vom Tierpenis biss, soll es "knack" gemacht haben und ein Stück Zahn ausgebrochen sein. Kein Problem. Denn selbst für diese Fälle sind Shows wie "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" versichert. Bei Bedarf bekommt Thorsten eine neue Füllung oder ein Inlay und die beste Behandlung. Ohne Zuzahlung!

Jede TV-Show versichert

„Jede Sendung oder Show ist in Deutschland versichert", erklärte Hendrik Bockelmann von der Deutschen Filmversicherungsgemeinschaft gegenüber dem GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Denn eine solche Versicherung sei zwingend notwendig, will die Produktionsfirma und #RTL nicht das wirtschaftliche Risiko tragen und auf Kosten, gern mal in Millionenhöhe, sitzen bleiben. Somit begleiten die Versicherer die Dschungelshow bereits von der Planung an. Doch wie geht die Versicherung dabei vor und was wird eigentlich alles versichert?

Versicherung checkt die Dschungelprüfung

Versicherer müssen den Veranstaltungsort sowie die Dschungelprüfungen vorab genau checken. Wo lauern dabei Gefahren, welche Tiere könnten gefährlich werden und wie schnell ist der nächste Arzt entfernt. Wie lange dauert der kürzeste Flug in ein Krankenhaus? Hält der Helm unter Wasser, kann die Luke bei Gefahr sofort geöffnet werden? Das alles wird nicht dem Zufall oder Dr. Bob überlassen. Auch das technische Equipment wird geprüft. Funktioniert auch das Ersatztelefon vor Ort? Natürlich werden auch die zig tausend Euro teuren Kameras versichert. 

Z-Promi Paket: Rente und Berufsunfähigkeit

Dabei schnüren RTL und die Versicherer individuelle Pakete. Grundsätzlich werden für die Promis der Dschungelshow, so der GDV, Leistungen bei Invalidität und für medizinische Maßnahmen abgesichert. Auch Krankenhaustagegelder und Rehabilitationsmaßnahmen sind fast immer enthalten. Rentenzahlungen, wenn ein Kandidat nach einer missglückten Prüfung berufsunfähig werden würde, gehören ebenfalls zu den regelmäßigen Absicherungen. Natürlich wollen die Zuschauer noch größere Herausforderungen sehen, mehr Ekel den Kandidaten zumuten - und genau das bleibt der Balance-Akt. Nur wenn sämtliche Risiken weiter abgesichert werden, können die Prüfungen noch "härter" werden.

Kandidaten jammern rum - von wegen krank

Interessant auch: Nur wer wirklich fit ist, darf überhaupt an der Show teilnehmen. Daher ist das Jammern oftmals eher Selbstmitleid der Teilnehmer. Und wer vorher Magen-Darm-Grippe hatte, kann gleich zu Hause bleiben. Würde nämlich ein Virus unter den Teilnehmern weiter getragen werden und dazu führen, dass die Sendung vorzeitig abgesetzt werden muss, dann wäre das die absolute Katastrophe. Bei Unwetter hat man die Kandidaten nicht einfach auf den nassen Pritschen sitzen zu lassen. Und wenn doch, zahlt die Versicherung die daraus resultierenden Kosten der nächsten Nierenbeckenentzündung garantiert nicht. Und wenn man einen Kandidaten nicht zur Prüfung wählen darf, dann wissen wir nun, dass es ein zu großes Risiko birgt.

Schadenmanagement und die Schlangenjäger

Laut dem GDV benötigt RTL ein Schadenmanagement - und hat das auch. Das übernimmt meistens eine Firma vor Ort. Diese lassen Wachen rund um die zwei Camps patrouillieren. Sie entfernen Tiere wie Schlangen, damit die Bewohner nicht von ihnen gebissen werden. Auch ist ein Psychologe vor Ort sowie ein Arzt, der ambulant behandeln und Rettungsmaßnahmen in die Wege leiten kann. RTL tut das alles nicht, um uns zu an der Nase herumzuführen, sondern um die Sicherheit der Kandidaten zu gewährleisten. Nicht nur, um sich vor Regress zu schützen, sondern weil es die Pflicht von RTL als Arbeitgeber für unsere 12 Z-Promis ist.

Hoffentlich RTL versichert...

Foto: RTL / Stefan Menne #Dschungelcamp #Fernsehen