Preisanpassungen im PayTV sind kein Alleinstellungsmerkmal bei #Sky mehr. Auch Unitymedia, Primacom und die Telekom drehten an der Preisschraube. Bei Sky sind die langjährigen Abonnenten an häufige Änderungen der Programmpakete gewöhnt. Doch der Marktführer Sky kündigte zum 5. November 2015 den großen Wurf an - gerade für Serienfans. Wir ziehen mit fünf Fakten nach fünf Monaten Bilanz:

1. Sky Starter ausgedünnt

Für 16,99 Euro bekam der Kunde bisher die Sky Welt. Auch Sky Starter wird mit 16,99 Euro berechnet. Dafür sind alle HD-Kanäle weg und auch der Sender TNT Glitz (ab 1. Juni 2016 TNT Comedy) ist nicht mehr Bestandteil. Serien wie "Reign" können von den Kunden in der neuen Paketstruktur auf Glitz nicht mehr gesehen werden. Erst wer auf das Entertainment-Paket wechselt, bekommt TNT Glitz sowie die HD-Sender inklusive. Preis für Entertainment: 21,99 Euro. 

2.  Sky Atlantic billiger - bei Cinema mit Aufschlag

Dafür hat Sky seinen Serien-Sender Atlantic aus dem Filmpaket in das Entertainment-Paket gepackt. Für die bereits benannten 21,99 Euro bekommt der Serienfan den beliebten Sender und kann Erstausstrahlungen wie "House of Cards, 4. Staffel" oder zum Beispiel die 30 Millionen teure Historienserie "Versailles" sehen. Abonnenten, die das Film-Paket nutzen, um neben Filme auch Altantic zu sehen, müssen bald tiefer in die Tasche greifen. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit oder bei Neukunden muss das Entertainment-Paket für 21,99 Euro gebucht werden, um Atlantic überhaupt schauen zu können. 

3. Aktivierungs- und PremiumHD Gebühr gestiegen

Völlig überzogen bleibt seit Jahren die fast schon unverschämte Berechnung einer Aktivierungsgebühr - von einst 29 Euro ist man schon bei 59 Euro angekommen. Allerdings werden diese Kosten auch transparent im Bestellvorgang angezeigt. Der Kunde erkennt klar die Einmalkosten. Auch PremiumHD wird von 10 Euro auf 10,50 Euro nach der Mindestlaufzeit erhöht. Sky bietet derzeit aber die Erstattung der Aktivierungsgebühr befristet in einer Osteraktion an (Stand: 27.03.2016).

4. Sky Box Sets: Ganze Staffeln gegen Extragebühr

Sky bietet ganze Staffeln von Serien wie "Walking Dead" oder "House of Cards, 1. bis 3. Staffel" über Sky on Demand (Abruf über Receiver) und Sky go (Smartphone, Tablets, Xbox 360) an. Auch hier muss man zunächst das Paket Entertainment für regulär 21,99 Euro haben, um die Staffeln zu sehen. Bestandskunden können gegen eine Gebühr von monatlich 5 Euro auf Entertainment wechseln und damit Zugriff auf die Box Sets bekommen. Sky bietet nach wie vor Serienabrufe auch ohne Box Sets an. Das sollte so bleiben.

5. Laufzeit bei Sonderangebote auf ein Jahr gekürzt

Auf den ersten Blick wirken die neuen Laufzeiten verbraucherfreundlich. Nur noch 12 Monate Laufzeit, statt wie bisher 24 Monate. Da viele Neukundenverträge mit Angeboten versehen sind, bleiben diese Sonderkonditionen dann aber auch nur ein Jahr gültig. Danach wechseln die Kunden auf die regulären Preise. Bisher war man sich zwei Jahre mit dem günstigeren Preis sicher. Nach Punkt 4.3 der Sky AGB greifen Preisanpassungen unter 5 Prozent nun nach 12 Monaten, ohne das der Kunde fristlos kündigen kann. 

Fazit:

Sky nur dreiste Preiserhöhung zu unterstellen, ist nicht fair. Denn Lizenzen für Filme und Serien, für Sport und Fußball steigen. Allerdings versucht Sky diese Unkosten häufig über die Grundpakete wieder reinzuholen und verschlechterte erneut die Konditionen. Für 16,99 Euro gibt's nur SD-Qualität - Preis/Leistung stimmt hier überhaupt nicht mehr! Wer bloß Sport und Bundesliga schaut, sollte stets Sky Starter als Grundpaket wählen. Serienfans, die Sky Film damals nur wegen dem Sender Atlantic hatten, sparen mit dem Entertainment-Paket und Box-Sets. Filmkunden zahlen trotz Mehrwert der Box-Sets nach der Mindestlaufzeit drauf, wollen sie ihr Programm wie bisher sehen. Der ganz große Wurf ist das also von Sky nicht gewesen.

Foto: Sky Werbung

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