Die in 2001 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung beschlossene "Agenda 2010" mit einer sozio-ökonomischen Reform - Harz 4 -, sollte der große Wurf werden. In Wahrheit aber untergräbt dieses von den Sozialdemokraten und den Grünen hochgelobte Werk den Sozialstaat und wird laut einer WDR-Recherche, Millionen von Arbeitnehmern in 2030, in eine "Armutsrente" entlassen.

Mitschuld das es soweit kommen wird, ist wohl die Absenkung der Rentenbezüge von derzeit 51% bis 2030 dann nur noch auf 43% des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern. Somit ist auch nach einem langen Arbeitsleben ohne Unterbrechungen für viele Arbeitnehmer die Gefahr groß, in die Altersarmut abzurutschen, da viele Arbeitnehmer, nicht auf dem vom WDR errechneten durchschnittlichen Bruttolohn von 2097,00 € kommen. Somit droht nicht nur den vielen derzeitigen Sozialleistungsempfängern aus Harz 4, sondern auch fast die Hälfte aller Vollzeit Beschäftigten eine Altersarmut.

Der Grund dafür ist, dass viele Bürger im Billiglohn Sektor beschäftigt sind. Dazu zählen große Teile der Sozialberufe und des Dienstleistungssektors. Die Löhne in der Kranken- und Alterspflege oder im Gastronomiebereich erreichen oftmals nicht den erforderlichen Bruttolohn von 2097,00 €. Besonders hart dürfte es jene treffen, die als Verkäufer oder Verkäuferin tätig sind oder sich im Hotel- und Gastronomiegewerbe ihre Brötchen verdienen. Auch jene, die nicht auf eine Lebenslange durchgehende Beschäftigung zurückblicken können und das sind nicht wenige, droht bald die Altersarmut. Wer in diesen Bereichen arbeitet oder immer mal wieder kurzeitig in die Arbeitslosigkeit abrutscht, wird kaum in der Lage sein, wie von der Politik gefordert, privat derart vorzusorgen, das ihm die Altersarmut erspart bleiben wird. Den damaligen Rot-Grünen Politikern aber, wird dieses Schicksal erspart bleiben, denn an ihren Altersbezügen wird sich mit Sicherheit nichts zum schlechteren verändern. 

Sozial geht anders

Die damalige rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder hat somit den Geist des Solidargedankens mit Füßen getreten und dies zugunsten einer immer reicher werdenden Oberschicht. Wen wundert es da noch, das sich die Sozialdemokraten seit Jahren schon, auf dem absteigenden Ast in der Wählergunst befinden?

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