Wer glaubt, hinter dem Begriff “E-Zigarette gleich Einstiegsdroge zum Rauchen“ stecke einzig die Tabakkontrolle des “Deutschen Krebsforschungszentrum“ in Heidelberg unter der Leitung von Frau Dr. Pötschke-Langer, der wird sein Weltbild wohl etwas erweitern müssen.

In einem Brief der am 17.02.2014 von "The Times" unter dem Titel E-cigarettes can be gateway to tobacco, warns rival Glaxo“ veröffentlicht wurde, beschwerte sich eines der weltweit größten Pharmaunternehmen, über ein "Zweiklassennikotin-System" in Europa, sollte die E-Zigarette in die Tabakproduktrichtlinie aufgenommen werden.  

Glaxo warnte darin, dass die E-Zigarette ein Tor zum Tabak darstelle. Wörtlich: "E-cigarettes can be gateway to tobacco" und verwickelt sich dadurch selbst in Widersprüche. Denn ein Produkt (E-Zig.) das eine offensichtlich Wirkung auf Rauchstopp willige Tabakkonsumenten zeigt und nicht durch eine Arzneimittelregelung geregelt wird, ist für gängige Arzneimittel wie das Zyban oder Nikotininhaler sowie Nikotinkaugummis und Nikotinpflaster eine direkte Bedrohung dieser, und kann daher nicht gleichzeitig ein Einstiegstor zur Zigarette sein.

Massenflucht zur E-Zigarette

Die in den letzten Monaten zu verzeichnende "Massenflucht" von Zigarettenraucher zur E-Zig, spiegelt sich in rückläufige Zahlen der Nikotinersatz-Präperate wider.

Die Flucht der Raucher zur E-Zigarette ist aber dennoch zu einem großen Teil dem Umstand geschuldet, dass durch die ständige Erhöhung der Tabaksteuer, die Kostenschere zur E-Zigarette immer größer wird und die meisten Konsumenten wegen der Kostenersparnis zu Dampfern werden lässt und nicht unbedingt deswegen, weil sie Nichtraucher werden wollen. Die E-Zigarette dient somit eher als preiswertere Alternative zum Tabakkonsum. 

Aber hier wird mit der europäischen Richtlinie der TPD2 von staatlicher Seite aus entgegengewirkt werden und dies leider nicht zugunsten der Verbraucher, sondern eher zugunsten der Tabak- und der Pharmaindustrie.

Der zweite Ansatz des Briefes, der hier den Boden für einen späteren Tabakkonsum bereitet sieht, ist aus logischer Sicht betrachtet, absolut lächerlich und widerspricht sich im Ansatz von selbst, denn der Verkauf von Tabakwaren ist seit Jahren rückläufig und auch die Zahl der Raucher sinkt dabei signifikant und erhöht sich nicht, was der Gateway Aussage widerspricht.

Zwei Dinge offenbart uns also dieser aus 2014 geleakte Brief.

Erstens, die Pharmaindustrie gibt hier schon sehr frühzeitig mehr direkt als indirekt zu, dass die E-Zigarette wirksam ist, denn sonst würden sie nicht von einem zwei Klassennikotin-System sprechen!

Zweitens, dass hier einmal mehr die Pharmaunternehmen es sind, die massiv Einfluss auf politische Entscheidungsträger zum Nachteil der Konsumenten ausüben bzw. auszuüben versuchen.

Es stellt sich somit zwingend die Frage nach dem Ursprung der Mähr des „Gateway Effekts“, der E-Zigarette zur klassischen und schädlichen Tabakvariante des Nikotinkonsums.

Ist es wirklich wie so viele es annehmen die Tabakkontrolle des “Deutschen Krebsforschungszentrum“ in Heidelberg, oder steckt dort vielleicht mehr die Pharmaindustrie hinter diesem Schmierentheater?

Eines ist jedoch sicher, erst durch die massive Einflussnahme der Tabakkontrollstelle unter Frau Dr. Pötschke-Langer auf politische Entscheidungsträger, wird das „Wunschkonzert“ der Pharmaindustrie in Bezug auf die E-Zigarette, auch ohne Arzneimitteleinstufung, in Erfüllung gehen. DS #Finanzen #Gesundheit