Wenn #trading eine so gewinnversprechende Möglichkeit ist, wie die meisten Broker behaupten, wieso sind wir dann nicht alle bereits reich und liegen in der Sonne und genießen das Leben, anstatt 8 Stunden jeden Tag zur Arbeit zu gehen? Genau das und noch weitere Fragen verrät Robin Mayler im Interview.

 

1. Wie würden Sie Trading für Einsteiger in wenigen Sätzen beschreiben?

Trading ist eine spannende Möglichkeit am weltweiten Börsenhandel echte Profite zu erzielen.

 

2. Forex, CFDs, Binäre Optionen – was kann sich der Trader darunter vorstellen?

Drei Namen, aber zwei quasi Kategorien. Forex (Währungshandel) und CFDs (Differenzkontrakte) werden gerne zusammen erwähnt, weil sie fast den gleichen Ablauf haben: Mit wenig Kapitaleinsatz hat man die Möglichkeit, hohe Investitionen zu tätigen. Dabei reichen z.B. 20€ Kapital aus, um 10.000€ auf dem weltweiten Kapitalmarkt zu bewegen. Natürlich riskiere ich nicht die eben erwähnten 10.000€, sondern höchstens die Menge, die ich eingezahlt habe, also 20€. Mit dieser Art und Weise kann man am weltweiten Markt handeln, wie große Banken - oder natürlich wie Uli Hoeneß, nur sollte man dann die Steuern bezahlen, wenn man so viele Profite macht.

CFDs funktionieren ähnlich wie der Währungshandel. Hier kann man allerdings z.B. Rohstoffe oder ganze Indizes wie den DAX "kaufen" und direkt an den Punktgewinnen oder aber auch Punktverlusten des DAX' profitieren.

Binäre Optionen sind hingegen quasi Finanzwetten. Zum Einstiegszeitpunkt muss man bestimmen, ob der ausgewählte Markt (auch hier gibt es Währungen, Rohstoffe und Indizes) in einer bestimmen Zeit, z.B. 1 Stunde, steigen oder fallen wird. Wenn man richtig liegt, bekommt man das 1,81-fache des Einsatzes wieder. Liegt man falsch, verfällt die Wette und der Einsatz ist weg.

 

3. Sehen Sie in Trading eine Suchtgefahr, wie beim Glücksspiel?

In meinen Augen kann alles süchtig machen. Sind diese Menschen direkt "süchtig", nur weil denen ein Spiel in einer gewissen Zeit eine Menge Spaß macht? Ich finde dieser Begriff wird viel zu häufig benutzt. Ist die Frau kaufsüchtig, wenn sie sich das 5.e Paar Schuhe innerhalb eines Jahres kauft, nur weil es ein Schnäppchen war? Bin ich etwa alkoholsüchtig, wenn ich am Wochenende am Freitag und Samstag jeweils auf einer Party bin und mehr als zwei 0,33l Bier trinke? Ich denke nicht.

Ähnlich sehe ich es beim Trading. Viele entwickeln ein ungeheures Interesse und möchte die Trading-Skills so gut wie möglich verbessern. Ich halte es generell für halb so schlimm. Der mündige Bürger sollte das machen, was ihm am meisten Spaß macht - und nicht vorgeschrieben bekommen, was ihm Spaß machen soll, oder nicht.

 

4. Reich werden durch Trading – Ist das Ihrer Meinung nach möglich?

Ein klares Jein! Wie in der freien Marktwirtschaft gibt es auch beim Trading Gewinner und Verlierer. Wenn man bereit ist, sich tagtäglich stundenlang mit Trading zu beschäftigen, dann halte ich es für möglich. Ich finde es hingegen viel wichtiger, durch Trading wohlmöglich ein "nettes Taschengeld" nebenher zu verdienen. Und ja, das halte ich absolut für möglich.

 

5. Wenn Trading so gewinnversprechend ist, wieso macht es dann nicht jeder?

Ich schätze das hat zwei Gründe: Erstens fühlten sich viele inzwischen ältere Anleger betrogen, als der "Neue Markt" zusammengebrochen ist und #aktien wie die Deutsche Telekom unglaubliche Gelder vernichtet haben. Auf der anderen Seite haben die meisten Leute einfach andere Interessen und beschäftigen sich lieber damit TV zu schauen oder Sport zu treiben. Damit will ich sagen, dass es einem selbst Spaß machen muss, was man den ganzen Tag macht. Aus diesem Grund möchte ich vielen Menschen das Trading erklären und zeigen, dass es ebenfalls Spaß machen kann, wenn man tradet. Und vielleicht macht es ja demnächst jeder und nimmt damit den Banken ein paar Gewinne weg. Wer weiß?

 

Wie alles, verspricht auch Trading keine endlosen Gewinne – ein gewisses Risiko ist immer mit dabei. Doch das ist doch auch der Reiz an dem Ganzen, oder? #Finanzen