Nachdem nun selbst für den optimistischsten Öko-Träumer mehr und mehr absehbar wird, dass das Ziel unserer Politik, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu bringen, tatsächlich utopisch ist, erscheint das neuste Ziel nun geradezu als Realsatire: Verbrennungsmotoren sollen schon in naher Zukunft ganz verschwinden, ab 2030 sollen Autos, welche über diese Antriebstechnik verfügen, gar nicht mehr zugelassen werden. Wie in Hans-Christian Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern wird die Utopie als Realität definiert und derjenige der diese neue Realität nicht anerkennt, für dumm bzw. seines Amtes nicht würdig erklärt.

Die offizielle verbreitete Wahrheit von der Klimaschädlichkeit des CO2 wird zwar mehr und mehr bezweifelt; aber selbst wenn man davon ausgeht, dass der Ausstoß dieses „Giftgases“ um jeden Preis zu vermeiden ist, macht Elektromobilität nur so viel Sinn wie der dafür benötigte Strom ohne CO2-Ausstoß erzeugt wird.

Sinnvoll ist die Abkehr von Kohle und Öl jedoch alle Mal aus Umweltgründen und um autark zu sein. Doch was sind die Alternativen zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen?

Gangbarer Weg: Energie aus regenerativen Quellen

Bleibt die Gewinnung von Energie aus regenerativen Quellen. Dieser Ansatz macht natürlich auch dann Sinn, wenn man kein Klimagläubiger ist: Nach allem was wir heute wissen, müssen wir zumindest derzeit noch davon ausgehen, dass nicht nur Kohle, sondern auch Erdöl und Erdgas nur in begrenzter Menge vorhanden sind. Die regenerativen Energiequellen Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Erdwärme hingegen werden verfügbar sein, solange auf diesem Planeten menschliches Leben überhaupt möglich ist. 

Es ist also durchaus sinnvoll, wenn wir anstreben, in möglichst naher Zukunft unseren kompletten Energiebedarf aus regenerativen Quellen zu decken. Tatsache ist nun, dass Energie aus regenerativen Quellen praktisch immer in Form von Elektrizität verfügbar wird. Da nun aber der Verkehr ein Bereich ist, der einen großen Teil unseres Energiebedarfs verursacht, ist ganz klar, dass wir in Zukunft Fahrzeuge auf die eine oder andere Art und Weise mit elektrischen Strom antreiben müssen. Die Frage ist nur, welcher Weg hier wirklich sinnvoll ist.

Kraftstoff aus Strom

Doch wie kann man nun tatsächlich den Strom aus regenerativen Quellen als Antriebsenergie für Straßenfahrzeuge verwenden? Ganz einfach: Man muss mit Hilfe dieses Stroms einen Kraftstoff für Verbrennungsmotoren erzeugen.

Dass man Fahrzeuge aber heutzutage wunderbar auch mit Gas betreiben kann, sieht man daran, dass es seit nunmehr schon vielen Jahren alltagstaugliche Autos gibt, die mit Propan und sogar mit Erdgas fahren. Wasserstoff hingegen, den man sehr leicht mithilfe von elektrischen Strom erzeugen kann, macht hier jedoch erhebliche Probleme: Er ist sehr schwer zu speichern, da seine Moleküle so winzig sind, dass sie jeden herkömmlichen Werkstoff für Behälter durchdringen und sich im Laufe der Zeit verflüchtigen können. Außerdem lässt er sich nicht gut in Verbrennungsmotoren verwenden, da er im Gegensatz zu Propan und Erdgas den Schmierfilm von den Zylinderwänden brennt, was einen inakzeptablen Verschleiß oder sogar das baldige Versagen eines solchen Motors bewirkt.

Trotzdem weist der Ansatz, mithilfe von Strom aus regenerativen Energiequellen Gas zum Antrieb von Autos zu gewinnen, den richtigen Weg. Mit dem Erdgasauto existiert sogar ein bereits über viele Jahre bewährtes solches Auto. Erdgas ist nämlich nichts anderes als Methan und Methan lässt sich verhältnismäßig leicht mithilfe von elektrischem Strom herstellen.

Die Komponenten, die man braucht um Autos letztendlich mit Strom aus regenerativen Energiequellen zu betreiben, sind also vorhanden. Wenn man nun in die richtige Richtung fördert, wäre zumindest das mit Methan aus ökologisch erzeugtem Strom betriebene Erdgas-bzw. Windgasauto verhältnismäßig schnell durchzusetzen, vielleicht sogar das mit einer Brennstoffzelle für Methan ausgerüstete Elektroauto. #Windgas