Lutz Goebel, Chef der "Familienunternehmer" sprach in einem Interview mit RP-Online über die neuen Wegen, die begangen werden müssten, um die Einwanderer in der Arbeitswelt unterbringen zu können. 

Er wirft Arbeitsministerin Nahles vor, die Zeit zurück drehen zu wollen, als die Wirtschaft noch zu großen Teilen aus Fließbandarbeit bestand. Doch die Zeiten hätten sich geändert. In der digitalisierten Welt müssten die Betriebe hoch flexibel sein. Ihr Vorhaben, Zeitarbeitsverträge und befristete Beschäftigungen einzudämmen, würde die Betriebe strangulieren. Dabei hätten die Reformen hunderttausende neuer Arbeitsplätze geschaffen.

Auf den Einwand, dass Nahles' Mindestlohn, entgegen der Unkerei, kaum Arbeitsplätze vernichtet hätte, kontert Goebel, dass dies nur deswegen sei, weil die Wirtschaft durch den niedriger Euro-Kurs, den niedrigen Ölpreis und der niedrigen Zinsen gestützt wird. Durch den Mindestlohn hätten Langzeitarbeitslose weiterhin kaum Chancen auf eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Außerdem wirft er der Kanzlerin und ihrer Partei vor, zu wenig für die Wirtschaft zu tun. 

Laut einer Umfrage würden ein Fünftel der Betriebe gern #Flüchtlinge einstellen, aber deren Qualifikation sei extrem niedrig. Ein syrischer Ingenieur könne möglicherweise meist nicht mehr als ein deutscher Kfz-Mechaniker. Sehr viele der Einwanderer wären sogar Analphabeten. Deswegen würden die Betriebe "Qualifizierungszuschüsse" fordern. 1000 € pro Monat für einen Einwanderer, der beschäftigt wird, um ihn zu qualifizieren, sprich: Ihm die Deutsche Sprache beizubringen und ihm eine Fachausbildung zu geben. Es solten zudem längere Praktika bei Flüchtlingen möglich sein, um Berufserfahrung zu sammeln, ohne dass die Betriebe ihnen den Mindestlohn zahlen müssten. Aber auch mit diesen Maßnahmen könne eine solch hohe Einwanderungsquote, wie in den vergangenen Monaten, auf Dauer nicht verkraftet werden. 

Goebel bringt den Vorschlag, dass die Flüchtlinge, die nach Wegfall des Fluchtgrundes hier bleiben wollen würden, sich eine Aufenthaltsstatus erarbeiten müssten. Er könne sich ein Punktesystem vorstellen, bei der zum Beispiel eine #Ausbildung, die Höhe des Sprachniveaus, etc. Punkte bringen.  Je mehr Punkte, desto länger dürfe man bleiben. Auch der Familiennachzug könne an dieses Punktesystem gekoppelt werden. Eine weitere Möglichkeit, Ausbildungsanstrengungen nicht nur bei Migranten, sondern auch bei inländischen HartzIV-Beziehern zu fördern, wäre, sie für einen gewissen Zeitraum von der Einkommenssteuer zu befreien. #Integration