155 Billionen Euro besitzen Privatleute auf der ganzen Welt und das #Vermögen wächst weiter. Allerdings nur langsam. Das besagen die Ergebnisse der Allianz Global Wealth Studie 2016. Die „fetten“ Jahre im Vermögenswachstum sind erst mal vorbei: im Jahr 2015 erzielte das globale Brutto-Vermögen der privaten Haushalte mit 4,9 Prozent eine Zuwachsrate, die nur noch halb so groß war wie noch die Jahre zuvor. „Für die Sparer wird die Frage nach der richtigen Vermögensanlage immer schwieriger“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz gegenüber der Presse. „Die Zinsen rutschen immer tiefer, bis weit in den negativen Bereich. Die Sparer befinden sich in einem echten Dilemma.“

Insgesamt sind und bleiben Westeuropa, die USA und Australien aber die reichsten Regionen der Welt.

Ernüchternd ist dagegen die Tatsache, dass #Deutschland es wieder nicht in die Top 15 der reichsten Länder geschafft hat. Auf Basis des Netto-Vermögens nimmt Deutschland den 18. Platz ein, beim Brutto-Vermögen reichte es nur für Platz 20. In diesen Listen spielen die Schweiz und die USA ganz vorne mit, daneben schneiden asiatische und skandinavische Länder gut ab. Beim Brutto-Geldvermögen dagegen gibt es sogar nur noch ein Euroland in den Top 10: unsere Nachbarn die Niederlande. Holland verfügen weltweit über eines der besten Rentensysteme – davon kann sich Deutschland noch eine Scheibe abschneiden, denn gerade die fehlende Kapitaldeckung der Rentenansprüche verhindert ein gutes Abschneiden in der Vermögensstatistik.

Vorsichtige Anlagestrategie kostet Deutsche 200 Milliarden Euro

Dazu kommt: die Deutschen sind zu vorsichtig beim Sparen. Bei der Vermögensrendite schneidet Deutschland neben Österreich in Europa am schlechtesten ab mit einer Rendite von 2,3 Prozent. Die Konsequenzen des übervorsichtigen Sparen zeigt eine Rechnung aus dem Allianz Wealth Report: in den letzten drei Jahren haben deutsche Haushalte etwa 40 Prozent ihres Vermögens mit Verlust bei den Banken geparkt. Die reale Rendite betrug nämlich im Durchschnitt minus 0,4 Prozent. Hätten die Deutschen dagegen nur 30 Prozent auf der Bank gehabt und die andere 10 Prozent auf Aktien und Investmentfonds verteilt, hätten sie damit Einnahmen von rund 200 Milliarden Euro erzielen können. „Hinterher ist man natürlich immer schlauer, aber dass Zeiten extremer Geldpolitik mit negativen Zinsen auch Anpassungen im Anlageverhalten erfordern, ist evident“, kommentierte Heise. „Vermeintlich sichere Anlagen wie Bundesanleihen sind nicht mehr sicher, sie gefährden vielmehr den Vermögensaufbau. Neue Sparkonzepte und Vermögenslösungen sind notwendig – dies ist eine Aufgabe, die Finanzindustrie und Politik gemeinsam angehen sollten.“ #Geldanlage