Bereits vor einigen Jahren zeigte eine Studie, dass der Wind auf unserem Planeten im Prinzip ausreicht, um sämtliche Energie zu erzeugen, die wir benötigen. Deutschland gehört dieser Studien zufolge zwar nicht zu den Ländern, die besonders vom Wind begünstigt sind, dennoch reicht das Aufkommen auch hierzulande, um uns komplett mit Energie zu versorgen.

Das Problem bei der #Windkraft ist, dass sie zwar über die Länge gesehen rechnerisch ausreicht, um uns genügend Strom zu liefern, dies aber großenteils nicht zu den Zeiten tut, zu denen wir den Strom brauchen. Das große Problem dabei ist die bisher fehlende Speichertechnologie, die es ermöglicht zur Unzeit erzeugten Strom zu speichern, bis er benötigt wird.

Es gibt aber nun schon seit langer Zeit einen technischen Prozess, der bei der Lösung dieses Problems eingesetzt werden kann: der Sabatierprozess. Dabei handelt es sich um eine chemische Reaktion, bei der aus Wasserstoff und Kohlendioxid Methan erzeugt wird, wobei als Abfallprodukt Wasser entsteht. Den Wasserstoff kann man per Elektrolyse mithilfe von elektrischen Strom erzeugen und das Kohlendioxid kann aus verschiedenen Quellen kommen.

Im Prinzip wäre es auch möglich, den mit überschüssigen Windstrom erzeugten Wasserstoff zu speichern und später wieder in Verbrennungsmotoren zu verstromen. Die Sache hat aber zwei Haken: Zum einen lässt sich Wasserstoff nur sehr schwer speichern, da seine Moleküle so klein sind, dass sie herkömmliche Werkstoffe durchdringen können. Man kann Wasserstoff also nicht wie etwa Propan oder Acetylen in einfachen Stahlbehältern aufbewahren, sondern benötigt eine aufwändige und damit teure Behältertechnologie. Zum anderen eignet sich Wasserstoff nicht als Kraftstoff für Verbrennungsmotoren, da er anders als etwa Propan oder Erdgas den Schmierfilm von den Zylinderwänden brennt.

Beide Probleme umgeht man, wenn man den aus Strom erzeugten Wasserstoff direkt im Sabatierprozess zu Methan verarbeitet. Der Clou dabei: Auch Erdgas ist nichts anderes als fast reines Methan; daher lässt sich Elektromethan, also #Windgas genau so verwenden wie Erdgas.

Das bedeutet nun auch, dass sich die zur Unzeit erzeugte elektrische Energie aus volatilen Quellen, also Windkraft und auch Sonnenenergie, im bereits vorhandenen und bestens funktionierenden Erdgasnetz speichern lässt. Zurück in Strom verwandeln kann man sie mit ebenfalls vorhandenen und einwandfrei arbeitenden Erdgaskraftwerken. Selbst wenn die Kapazität der im Erdgasnetz bereits vorhandenen Speicher und/oder Gaskraftwerke noch nicht ausreichen sollte, ist dies kein großes Problem. Man muss lediglich zusätzliche Speicher bzw. Erdgaskraftwerke bauen, also eine bereits vorhandene und erprobte Technologie in einem etwas größeren Stil anwenden.

Es gibt dabei nun einen kleinen Wermutstropfen: Der Wirkungsgrad dieser Technik beträgt nur etwa 60 %. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da Windkraft sehr preisgünstig ist, vor allem, wenn man Windkraftwerke auch dann laufen lassen kann, wenn zwar Wind da ist, der Strom aber im Moment nicht benötigt wird.

Zumindest theoretisch ist mit der Kombination Windkraft/Elektromethan eine komplette Energieversorgung möglich: Wenn sich das Windaufkommen mit dem Strombedarf deckt, wird der Strom direkt verbraucht. Gibt es mehr Wind als Strombedarf, wird der Strom in Form von Gas gespeichert. Wird mehr Strom benötigt als die Windkraft liefern kann, wird das gespeicherte Windgas wieder verstromt. Auch Lastspitzen sind dabei kein Problem: Gaskraftwerke laufen sehr schnell an und können daher flexibel auf den wechselnden Strombedarf reagieren.

Außerdem lässt sich Windgas nicht nur verstromen, sondern auch zum Antrieb von Kraftfahrzeugen verwenden. Auch diese Technologie existiert bereits, nämlich in Form von Erdgasautos, die bereits einwandfrei funktionieren und auf dem Markt verfügbar sind. #Erneuerbare Energiequellen