Abschaffung von Bargeld "die nächste Konsequenz?", (Finanzexperte - #Finanzen 100)

Mehr und mehr Bundesbürger sind schon überschuldet und haben nur über eine Privatinsolvenz die Möglichkeit, sich aus der Überschuldung zu befreien. (WELT N24 Überschuldung)

Nachteile, die durch eine Privatinsolvenz entstehen, werden schamlos von allen Seiten ausgenutzt!

So kann jemand, der sich in der Privatinsolvenz befindet, kein normales, billiges Girokonto führen, sondern er ist dazu gezwungen, ein Konto bei einer Sparkasse oder Volksbank zu nehmen, andere Unternehmen lehnen diese Kunden ab. Dieses Konto kostet dann Kontoführungsgebühren und zusätzlich fallen bei jeder Kontobewegung Gebühren an! Homebanking ist nicht möglich, jede Überweisung kostet Geld, da die Überweisung von Mitarbeitern der Bank durchgeführt werden muss. Geldabhebungen sind nur am Schalter möglich. An Geldautomaten kann man gar nicht Geld ab heben. Während der Normalbürger die Möglichkeit hat, sich ein billiges Konto zu nehmen, ist das hier nicht möglich.

Weiter geht es damit, dass jemand, der in der Privatinsolvenz ist, keine Kreditkarte bekommt und daher nicht mit Pastik bezahlen kann.

Billige Telefontarife sind nicht möglich, beim Handy nur Prepaidtraife, die teurer sind als Flattrate Tarife. Stromvergleiche sind nicht möglich, nur die Grundversorgung ist möglich und diese ist teurer als das, was frei angeboten wird.

Oft ist es so, dass ein Arbeitgeber, soweit vorhanden ist, dem Mitarbeiter die zusätzliche Bearbeitung seines Mitarbeiterkontos in Rechnung stellt, da er jeden pfändbaren Betrag separat abführen muss.

Natürlich ist derjenige, der sich überschuldet hat, selber Schuld an seiner Situation, aber durch die Wirtschaft und die Möglichkeit, heute überall mit Plastik zahlen zu können, treibt das die Kunden geradezu in die Falle, sich zu überschulden. Banken und ihre Praktiken, Ratenzahlungen zu fördern, sorgen dafür, dass sich schon Kinder und Jugendliche nicht mehr über den Wert des Geldes bewußt werden können.

Also stellt sich die Frage: Wie soll denn ein Bürger, der sich in der Insolvenz befindet, seine Dinge bezahlen, wenn er kein Bargeld mehr zur Verfügung hat?

Hat sich die Regierung mal Gedanken darüber gemacht, wie die Menschen dann leben sollen?

Hier ist der Mensch dann nur ein Mensch 3. Klasse.

Hatte eine Oma früher die Möglichkeit, ihren Enkel mal eben 10€ Euro zuzustecken, muß sie ab jetzt die Kontonummer des Enkels haben, um den lieben Enkel zu verwöhnen!