"Nur Bares ist Wahres“ - das alte, deutsche Sprichwort liegt nach wie vor im Trend. Beim täglichen Einkaufen ziehen aber gerade Jüngere vermehrt die Kartenzahlung einer Barzahlung vor. Trotzdem liegt die Zahl der #Bargeld-Nutzer noch immer über der Hälfte. Je höher aber das Alter, desto beliebter wird Bargeld, wie eine Befragung vom ##GfK Verein zeigt. 

Insgesamt zieht es im Schnitt ein Viertel aller Deutschen momentan vor ihre Einkäufe mit Karte zu bezahlen. Doch es gibt klare Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen.  Bei der sogenannten Generation Y und X (14-34 Jahre) sind es 37 Prozent, die lieber mit dem Plastikgeld bezahlen. (32 Prozent sind es bei den 35 bis 49-Jährigen und ein knappes Fünftel (19 Prozent) bei den 50 bis 64-Jährigen. Bei Senioren sind es gerade mal 8 Prozent, die mit Karte bezahlen. 92 Prozent von ihnen ziehen trotz der anderen Zahlungsmittel das Bargeld noch immer vor.

Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. Laut Angaben von Statista liegen nur noch Ungarn, Italien, Rumänien, Griechenland und Bulgarien noch weiter hinten. Dennoch wird in letzter Zeit immer wieder über die Abschaffung von Bargeld diskutiert. Als Hauptgrund für das Bargeld nennen die Befragten den besseren Überblick über die eigenen Ausgaben - drei von zehn Teilnehmern haben dies aufgeführt. Ebenso viele gaben an, sich an Bargeld gewöhnt zu haben und das sie es mögen. 17 Prozent sorgen sich beim bargeldlosen Zahlungsverkehr um den Datenschutz. Sie befürchten, dass Dritte ihre Ausgaben nachvollziehen können. „Deutsche sind generell sensibel, wenn es um ihre persönlichen Daten geht – sensibler als viele andere Europäer. Für Deutsche ist Bargeld eine Möglichkeit des Datenschutzes“, so Professor Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Und die Ängste sind nicht ganz unbegründet. Warum sonst sollte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Obergrenze bei der Bargeldauszahlung fordern, um mögliche Terroristen und Geldwäscher zu entlarven?

Doch bei aller Skepsis gibt es trotzdem Befürworter für Bankkarten unter den Befragten. 40 Prozent sind dafür für einen bargeldlosen Zahlungsverkehr mit nur einer Karte. Auch die Vereinfachung des Zahlungsverkehrs wird von einem Drittel als Grund genannt. Rund 25 Prozent schätzt die digitale Zahlung als sicherer ein, da man nicht Gefahr läuft das #Geld zu verlieren oder ausgeraubt zu werden.

Einige Volkswirtschaftler würden den bargeldlosen Zahlungsverkehr in ganz Europa begrüßen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass einige Länder bereits einen negativen Leitzins haben. Gibt es kein Bargeld mehr, sind die Sparer den Banken ausgeliefert. Denn solange es noch Bargeld gibt aber keine Zinsen, werden die Menschen ihr Geld von der Bank abziehen und lieber unter dem heimischen Kopfkissen bunkern. Doch das Geld fehlt den Banken dann schlussendlich. Und haben Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Ehemalige Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds,  Kenneth Rogoff gibt ganz offen sein Standpunkt zu einer bargeldlosen Wirtschaft preis: "Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um die Wirtschaft anzukurbeln". Im Umkehrschluss heißt dass, Sparer müssen für ihre Anlage bezahlen und holen so das angeknackste Eurosystem aus der Krise.

Zur Studie: Für die Studie „Bargeld 2016“ hat der GfK Verein die GfK Marktforschung zur Befragung von 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren (repräsentativ für die deutsche Bevölkerung) beauftragt. Die Studie wurde im Juli und August 2016 durchgeführt.