Zugegeben, die Werbung von Wolfskin ist noch eine heile Welt. Hübsche Menschen betreiben aktiv Outdoorsport - sie besteigen Berge und bestehen jedes Abenteuer. Doch global ist #Jack Wolfskin nie wirklich draussen angekommen. Nicht mal in Hollywood. In Filmen wie zuletzt "Everest" dominieren Marktführer wie The North Face oder Mammut. Abenteuerfilme sind für Outdoorfirmen wichtige Werbeplattformen. Zumindest hierzulande ist Jack Wolfskin überall. In Deutschland ist gerade jetzt zur kühlen Jahreszeit die Marke allgegenwärtig. Noch. Denn weil Hinz und Kunz die Marke selbst zum Einkaufen in den Supermarkt trägt, wurde das zu einem Problem für Jack Wolfskin. Es machte die Wahrnehmung als Outdoor-Marke immer unattraktiver. Triste Massenware von der Stange, statt sportliche Bekleidung.

PEGIDA und Schulden

Schlimmer noch: Zuletzt geriet die Marke ungewollt in Verruf, da auf #PEGIDA-Demonstrationen viele Anhänger in Jack Wolfskin Jacken gezeigt wurden. Zumindest berichtet das der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Auch junge Käufer wenden sich immer mehr ab von der Marke, wechseln etwa zum Schweizer Hersteller Mammut. In Foren zeigen sich viele Kunden enttäuscht von der Jack Wolfskin Qualität. Der Vorwurf: Wolfskin spare an allen Ecken bei der Qualität. Dieses Wahrnehmung kommt nicht von ungefähr. Denn der Sportausrüster ist hoch verschuldet. Der SPIEGEL wisse, dass sich Jack Wolfskin schwer tut, seinen Pflichten als Schuldner nachzukommen. So sollen Kreditverträge bestimmte Ergebnisziele festschreiben, die Jack Wolfskin erreichen muss. Doch Insider berichten, dass der Outdoorausrüster diese Ziele in 2016 verfehlen wird.

Ex-Chefin von Esprit und Puma soll es richten

Bitter auch diese Bilanz: Sogar im Ausland läuft es miserabel. Das Geschäft in China soll schwächeln und auf dem wichtigen US-Markt spielt Jack Wolfskin so gut wie keine Rolle mehr. Inzwischen sind auch noch die deutschen Fachhändler in Not. Jack Wolfskin betreibt laut dem Blatt viele seiner Läden daher selbst. Das macht die finanzielle Lage noch schlimmer. Denn kostenintensive Mietverträge und Personalkosten sind die Folge. Es bleibt kaum noch Geld für neue Innovationen. Die Kunden vermissen bei Jack Wolfskin zu Recht außergewöhnliche Innovationen. Alle Hoffnung wird nun auf die Deutschlandchefin Melody Harris-Jensbach gesetzt, die schon für Marken wie Puma und Esprit arbeitete. Doch ob Harris-Jensbach die verlorenen Kunden von Jack Wolfskin zurückgewinnen kann, ist mehr als fraglich.

Was meinst Du? Trägst Du Jack Wolfskin? Erzähle mir in den Kommentaren gern von Deiner Erfahrung mit der Marke.

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