Unterschätzt sind die Wechselbeziehungen zwischen diesen drei Königsdisziplinen im Hinblick auf die Sicherstellung der Ergebnisqualität eines Projektes, unabhängig um welche Art von Projekten es sich hierbei handelt.

Wechselbeziehungen zwischen Qualitäts-, Risiko- und Defectmanagement

Das Geheimnis um nachhaltigen Unternehmenserfolg zu realisieren, basiert auf der Feinabstimmung der Gesamt-Unternehmenspolitik, der Gesamt-Unternehmensstrategie, des Gesamt-Unternehmens-Werte-Kodexes mit der IT-Governance-, IT- Controlling-, Qualitätsmanagement- und Risikomanagementstrategie

Interaktion Qualitätsmanagement mit dem Projektmanagement

Bestandteil des prozessorientierten Ansatzes sind u. a. Prozesse zur Sicherstellung des IT-Projekt- und Produkt-Controlling. Das Projektcontrolling bildet nach der DIN 69901 somit die Klammer zwischen dem Projektmanagement und dem Qualitätsmanagement.

Wenn wir uns die Aufgaben eines Projektcontrollers im einzelnen anschauen, dann stoßen wir automatisch auf die Aufgabenstellung, das er die Anwendung der notwendigen Methoden und des Instrumentariums zur strukturierten Projektabwicklung überwacht. Genau an diesem Punkt treffen sich nun das Projektmanagement und das Qualitätsmanagement in der Gestalt, in der der Projektmanager die Einhaltung der QS-Vorgaben aus dem Bereich Operatives Qualitätsmanagement eines Unternehmens verantwortet und sicherstellen muss. In großen Unternehmen werden hierzu, angelehnt an die Projektphasen, sogenannte Q-Gates durchgeführt.

Um nun die Q-Gates im Hinblick auf die unterschiedlichen Testphasen zu flankieren, wird ein aktives Defectmanagement aufgesetzt. Hierbei stehen die Aspekte der Fehlerauswirkung, der Risikoeinschätzung bei Toleranz des Fehlers und trotzdem erfolgten Übergang in die nächste Test- oder die produktive Phase sowie den aktiv kontrollierten Fehlerabbau, einmal im Rahmen der laufenden Testphasen sowie als fest vereinbarten Fehlerabbauplan bei Produktivsetzung der jeweiligen Applikaton.

Es erfolgt eine permanente Interaktion zwischen dem zentralen Qualitätsmanagement des Unternehmens, das die Qualitätsstandards definiert und dem laufenden Projekt, das die Anwendung und Einhaltung der Qualitätsnormen und -standards nachweisen muss.

Wenn wir uns nun noch einmal an die DIN 9004:2009 zurückerinnern, dann repräsentiert diese das Basisset für den Projektmanager, wenn man sich vor Augen führt, dass ein Projekt, das eine zeitlich begrenzte Organisation zur Umsetzung des Projektes bildet, mit einem kleinen Unternehmen gleichzusetzen ist. Demzufolge muss das Projektmanagement in das operative Qualitätsmanagement des Unternehmens einbezogen werden, da nur durch die Sicherstellung der Reproduzierbarkeit die Grundlage für eine ständige Verbesserung überhaupt geschaffen wird und damit der Schlüssel zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gegeben ist.

Darüber hinaus erfolgt auch eine Einbindung des Risikomanagement, um frühzeitig die potentiellen Projekt- sowie auch Unternehmensrisiken transparent und handhabbar zu machen. #Coach #Qualitätsmanagement #Unternehmensfuehrung