Über fünf Jahre nach dem Super-GAU im Atomkraftwerk #fukushima ist jetzt erstmals offiziell Radioaktivität aus den explodierten japanischen Reaktoren an der Westküste der Vereinigten Staaten angespült worden. Wie bereits von Blasting.News berichtet, hatten die Japaner damals Glück im Unglück, weil der Wind zum Zeitpunkt des massivsten Austritts von Radioaktivität auf das Meer hinaus blies. Bei einer anderen Wetterlage wäre Japan heute unbewohnbar. Danach flossen noch Tonnen von hochradioaktivem Kühlwasser in den Pazifik und die japanische Regierung spielt die Atomkatastrophe viel unverblümter herab als seinerzeit die Sowjetunion nach Tschernobyl.

Werbung
Werbung

Die UdSSR agierte nach kurzer Zeit mit offenen Karten, nicht so die Japaner. So warnten Experten schon lange vor einer Verseuchung des Pazifik, jetzt bestätigen alle großen US-Medien diese Befürchtung als Realität. Radioaktive Partikel seien im Meerwasser gemessen worden, die eindeutig aus der Atomruine in Japan stammen. Erste Nachweise gelangen an der Küste des US-Bundestaates Oregon. Der landesweite Sender CBS beruft sich dabei auf Wissenschaftler des "Woods Hole Oceanographic Institutes". Glücklicherweise seien die Mengen an Cäsium-134 "auf extrem niedrigem Level", welcher für Mensch oder Umwelt völlig ungefährlich sei. Die Zeitung "#USA Today" fragte dennoch "Müssen wir uns über die Strahlung Sorgen machen?" und beantwortete diese Frage mit dem Hinweis, die in den USA gemessenen Werte seinen zehn Millionen mal niedriger als zu den schlimmsten Zeiten des Desasters in Japan selbst.

Werbung

Sind die USA in Gefahr?

Neueste Tests von der US-Westküste, zeigen neben Cäsium-134 auch erhöhte Werte von Cäsium-137, einem weiteren Isotop, das eindeutig dem Fukushima-GAU zuzuordnen ist. Anhand der Beschaffenheit der radioaktiven Stoffe können Wissenschaftlicher wie bei einem Fingerabdruck zuordnen, woher die Radioaktivität stammt. Der Pazifische Ozean hat ohnehin eine leicht erhöhte Strahlung aufgrund von oberirdischen Atomwaffentests in den 1950er und 1960er Jahren. Cäsium-134 zerfällt innerhalb von nur zwei Jahren. Cesium-137 hat dagegen eine jahrzentelange Haltbarkeit. Die gemessenen Mengen sind minimal, die USA sind in keiner Weise gefährdet.

Was ist mit dem Fisch?

Eine streng wissenschaftliche Auswertung beruhigt zusätzlich. Die Mengen an Cäsium-137 im zentralen Pazifik seien völlig unbedenklich für Mensch und Meereslebewesen, so seriöse Forscher. Das bedeutet auch, dass man weiterhin in Ruhe Alaska-Seelachs, Fischstäbchen und Meerstiere aus dem Pazifischen Ozean essen kann.

Werbung

Gleichwohl warnen Experten weiterhin vor #fisch, der direkt an der mittleren Ostküste Japans gefangen wurde und vor Lebensmitteln aus dem Bereich nördöstlich von Tokio, darunter Gemüse und Tee. Die japanische Kultur gestatte es nicht, ehrlich zuzugeben, dass Teile des Landes auf Jahrtausende verstrahlt sind. So werde in Japan selbst allzu oft Patriotismus höher als wissenschaftliche Fakten gewertet. Es gebe aber keinen Grund, generell Angst vor Lebensmitteln aus Japan zu haben, die nicht aus dem unmittelbaren Landes- und Meeresumfeld von Fukushima stammen.

Wirtschaftliche Folgen?

Die Nahrungsmittelindustrie Europas kann also weiter verfahren, wie es auch bisher der Fall war. Anders als ideologisch motivierte Panikmacher verbreiten, besteht kein Grund zur Sorge bei Fisch aus den allermeisten Regionen des Pazifik. Verbraucherschützer kritisieren jedoch zurecht, dass es zu wenige seriöse Quellen gibt und Verbraucher mit hysterischen Informationen von paranoiden Laien alleine gelassen werden. Mehr Transparenz sei hier ratsam, gerade weil es keine besonderen Gefahren gebe. In der Folge des Super-GAUs von Tschernobyl sei die Aufklärung und Transparenz wesentlich besser gewesen als heute. Dies müsse sich ändern.