Im chinesischen Atomkraftwerk Daya Wan, das #Hongkong mit Energie versorgt, gab es offenbar einen Vorfall im Bereich einer der Hauptpumpen. Die gelenkten Medien der sogenannten Volksrepublik #china, zu dem die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong seit 1997 gehört, verschweigen die Störung. Nur die Nachrichtenagenturen aus der Republik China (Taiwan), welche vom kommunistischen Regime in Peking als abtrünnige Provinz behandelt wird, meldeten den Vorfall. Das betroffene Kraftwerk ist gut zwanzig Jahre alt, liegt nahe der südchinesischen Stadt Shenzhen und besteht aus zwei Druckwasserreaktoren mit je knapp 1000 Megawatt Leistung. Es ist damit moderner als viele europäische Atommeiler.

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Bereits 2010 geriet das Kernkraftwerk in die Schlagzeilen, weil ein Leck in einem Brennstab aufgetreten war. Dadurch kam es zu einem Anstieg an Radioaktivität im Kühlwasser. Dabei soll eine nennenswerte Menge radioaktives Material in die Umwelt geraten sein. Genauere, unabhängige Untersuchungen ließ die Regierung der Volksrepublik jedoch nicht zu. Die Betreiberfirma "Guangdong Nuclear Power Joint Venture Company" teilte damals nur dünn mit, es sei zu keinem Austritt von Radioaktivität in die Natur gekommen die Reaktoren liefen normal. In der Tat hatten damals Messstationen in Hongkong auch keinerlei auffällige Radioaktivitätswerte nachweisen können. Im Herbst desselben Jahren kam es zu einem zweiten Unfall, als ein Kühlsystem brach und einen Arbeiter verstrahlte. Außerdem halten sich Vorwürfe, bei der Konstruktion sei seinerzeit zu wenig Stahl verbaut worden.

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Auch dieser Vorwurf wurde nie ausgeräumt.

Hongkongs starke Kraftquelle

Das Kernkraftwerk Daya Wan leitet mehr als 80% seines produzierten Stroms nach Hongkong und ist somit das Haus- und Hofkraftwerk der asiatischen Finanzmetropole, das Elektrizität mit großer Zuverlässigkeit in die Glitzermetropole liefert. Bezüglich der aktuellen Störung ist die Nachrichtenlage allerdings unübersichtlich. Die "Hong Kong Nuclear Investment Co. Ltd" dementierte jede Störung in Daya Wan. Zwar tauchten einige Meldungen auch aus Hongkong und der Volksrepublik auf, doch wurden diese direkt nach der Veröffentlichung sofort wieder gelöscht. Aus Taiwan heißt es nun, ein Unternehmen für hochspezialisierte Kunststoffprodukte aus der Provinz Shanchi habe einen Auftrag erhalten, Teile zur Reparatur eines Atommeilers nach Daya Wan zu liefern. Das Kraftwerk sei abgeschaltet gewesen, solle aber inzwischen wieder am Netz sein. In der Zusammenschau erscheint ein kleinerer Zwischenfall plausibel, bei dem jedoch die intransparente Informationspolitik das einzige ernsthafte Problem war. #AKW