Die Bundesregierung hat eingestanden, dass es eine weitere Verschiebung der Inbetriebnahme des neuen Berliner Flughafens in #Schönefeld geben wird. Geplant war eine Eröffnung 2012. Das sei weder für die Hauptstadt noch für das Land eine „besonders schöne Situation“, mit der man eine gute Figur machen würde, gab Merkels Sprecher, Ex-ZDF Moderator Steffen Seibert am Montag in der Bundeshauptstadt zu. Ein Sprecher von Verkehrsminister Dobrindt (CSU) betonte, die Leitung der Betreibergesellschaft sei in der Notwendigkeit darzulegen, was das Theater soll. Man wolle wissen, wann das Management einen realen Eröffnungstermin für machbar hält.

Wie in Timbuktu?

Flughafenchef Mühlenfeld hatte zuvor eine Eröffnung des Flughaften noch im Jahr 2017 für nicht mehr machbar erklärt.

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Schon am letzten Mittwoch hat der Chef-Manager neue Probleme eingestanden, deren Konsequenzen jetzt ausgewertet würden. Dabei gehe es vor allem um Fehler bei der Regelautomatik der Eingangstüren der Haupthalle des Airports. Zudem gebe es Schwierigkeiten mit der hydraulischen Berechnung für die Sprinkleranlage. Ehemalige Subunternehmer sprechen auf Anfrage ü#BER "Zustände wie in Timbuktu".

Eine unendliche Geschichte!

Der neue Berliner #Flughafen wird seit bald 25 Jahren geplant und seit 2006 gebaut. Geplant war die Eröffnung im Jahr 2012, doch scheiterte diese an schweren Bau- und Planungsmängeln. Inzwischen mehren sich Stimmen, die für den Abriss und Neubau des formschönen, aber völlig verbauten Flughafens plädieren.

Dumm gelaufen?

Es ist schon erstaunlich, dass dieses endlose Chaos bislang kaum politische Konsequenzen hatte.

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Deutschland als Technik- und Innovationsstandort gibt sich mit diesem Bau international der Lächerlichkeit preis. Die Situation wird nach Angaben von am Bau beschäftigten Führungskräften durch den neuen rot-rot-grünen Senat nicht eben verbessert. Ausserdem sei die Frage offen, wer die Hauptschuld am Flughafenchaos trägt. Auch die verfrühte Schließung des Innenstadtflughafens Tempelhof war ein Reinfall, weil grüne Aktivisten die Bebauung des Areals verhinderten. Inzwischen leben dort Flüchtlinge.