Die Definition ersetzt nicht die eigene Haltung

Wenn man dieser Tage die Wirtschaftspresse verfolgt, stellen sich überraschend Themen wie die "fehlende Definition des Begriffes des ehrbaren Kaufmanns" in Governance-Regeln oder "das Ansinnen der Einführung einer Supersteuer für Banken" um die Managementvergütungen zu begrenzen.

Im Kern zielt beides auf den Eingriff in die Bereiche ab, die scheinbar ohne diese Massnahmen den Bezug und das Maß für das Angemessene verloren haben. In den Anfängen der Entstehung des weltweiten Handels stand der ehrbare Kaufmann für eine Einstellung, die sich aus der Art Geschäfte zu schließen und abzuwickeln, ergab.

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Die Definition der Ausprägung war nicht notwendig, da sie aus dem eigenen Anspruch gelebt und nicht antrainiert wurde. Dies beinhaltet Werte wie "Verlässlichkeit", "Verbindlichkeit", "Sittlichkeit", "Beständigkeit" etc.. Werte, die in unserer schnelllebigen Zeit und der medialen Präsenz zunehmend aus dem Blick geraten sind.

Wichtig im Umgang mit dem Begriff des "ehrbaren Kaufmanns" ist nicht die schriftliche Definition in Regelwerken, sondern die eigene Einstellung, Geschäfte anzubahnen, zu schließen und abzuwickeln. Nicht ausschliesslich der eigene Vorteil, bei aller Notwendigkeit der Erzielung von Gewinnen im geschäftlichen Betrieb, dürfen unsere Motivation bestimmen. Nur die #soziale Ausgewogenheit unseres Tuns sind ein verlässlicher Berater im Hinblick auf nachhaltigen Nutzen.

Nutzen als Grundlage und Rechtfertigung unseres Tuns, der sich daraus ableitet, dass für die Gesellschaft, als Empfänger, Kunde und Nutznießer ein Mehrwert entstehen muss.

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Wenn sich diese Einstellung flächendeckend wieder ihren Raum sucht, werden auch sukzessive die derzeitigen erheblichen Aufwände, ob firmeninterne Abteilungen, behördliche Institutionen oder zusätzliche Gesetze, wieder in ein vertretbares Maß zurückgeführt.

Fazit

Der wahre #Wandel in dieser Thematik wird grundlegend und nachhaltig nur durch die Veränderung der eigenen Sicht, Einstellung und Handlungsweise gelingen.

Ein Definieren und Kontrollieren führt uns nur vor Augen, wie lang und weit die Wegstrecke, die wir für den Wandel zurücklegen müssen, noch ist und wie weit wir derzeit entfernt sind.

Wenn wir allerdings die alte Lebensweisheit "Der Weg ist das Ziel" hierbei berücksichtigen, bleibt zu konstatieren, dass allein die Erkenntnis und die Auseinandersetzung schon den Dünger für den Erfolg bilden.

Oliver Luser - Coach #ehrbarer Kaufmann