Die erste Erhöhung seit der Einführung des Mindestlohnes 2015. Es erfolgt eine Erhöhung um ganze 34 Cent (brutto) pro Stunde. Es hört sich im ersten Moment gut an, denn rechnerisch kommen dabei 55 Euro brutto in der Tasche für die Arbeitnehmer raus.

Wenn da nicht das Problem der Preissteigerungen auf der anderen Seite wäre.

Eine weitere und zusätzliche Lohnerhöhung ist derzeit nicht in Sicht. Allerdings Preissteigerungen in allen Bereichen. Die Kosten für Lebensmittel wie zum Beispiel Milch sind gestiegen.

Ab 01.01.2017 steigen die Kosten für

  • Energie (Strom, Gas)
  • Fahrkarten der öffentlichen Verkehrsmittel
  • Mieten und Nebenkosten
  • Sozialabgaben für die Pflegeversicherung die nur vom Arbeitnehmer getragen werden
  • höhere Zusatzbeiträge zu den Krankenkassen
  • Wegfall von zum Beispiel Wohngeldzuschuss für einige Arbeitnehmer

Somit gleicht diese Lohnerhöhung eigentlich noch nicht einmal die Preissteigerungen aus, von mehr Geld für die eigenen und persönlichen Wünsche kann man hier nicht wirklich sprechen.

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Der vom #DGB erwartete Wirtschaftsboom ist - wie in vielen Bereichen der heutigen Zeit - nur ein Traum der Verantwortlichen die nicht so ganz in der Realität stehen und tolle Rechnungen und Überlegungen anstellen, die jedoch von der Praxis sehr stark abweichen.

Hinzu kommt, dass dieser #Mindestlohn dann bis 2019 gelten soll. Spätestens im nächsten Jahr wird von der Erhöhung absolut nichts mehr zu spühren sein.

Laut DGB muss mehr auf die Arbeitgeber geachtet werden, da einige von ihnen den Mindestlohn umgehen würden.

Die Erhöhung wirkt sich auch auf die Arbeitszeit von manchen Arbeitnehmern aus. So brauchen, Dank der Steigerung, geringfügig Beschäftigte künftig weniger zu Arbeiten, da beim Verdienst die Grenze von derzeit 450 Euro nicht angehoben wurde.

Auch wenn die Erhöhung mit Sicherheit nicht die Kaufkraft der Arbeitnehmer steigert, so dient die Lohnerhöhung doch zumindest als Ausgleich gegen die Preissteigerungen, zumindest für den Anfang im Jahr 2017.

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Ob unsere Politiker mit solchen Aktionen, wie auch die Steigerung des Kindergeldes um 2 Euro, allerdings der mehr und mehr zunehmenden Verarmung der Bevölkerung entgegensteuer können bleibt stark zu bezweifeln. #Einkommen