Dass Manager ihr Fähnlein nach dem Wind ausrichten, ist geschichtlich nichts Neues. Derzeit erleben wir Geschichte in Aktion, das Ende der #Globalisierung und des freien Welthandels um genau zu sein. US-Präsident Donald #Trump ist dabei, diese im Zeitraffer zu beenden. Noch bevor er konkrete Gesetze erlassen hat, singen deutsche CEOs schon sein Lied mit.

Richtig gute Berater?

Führungskräfte der #Wirtschaft in Deutschland haben laut Nachrichtenagentur dts dazu aufgefordert, den Ton gegenüber dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu zügeln. Falls sich Präsident Trump für die USA mehr Fertigungsprozesse in Amerika selbst wünsche, werde man diesem Ansinnen natürlich nachkommen.

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Auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet ähnliches. Siemens-CEO Joe Kaeser hoffe zumal auf einen mäßigenden Einfluss von Trumps Beratern aus dem Bereich der Wirtschaft. Laut Kaeser seien Trumps Einflüsterer "richtig starke, herausragende Leute, die wir alle kennen".

Ein wichtiger Markt!

Der Siemens Konzern ist Arbeitgeber für mehr als fünfzigtausend Angestellte in den USA. Das bayerische Weltunternehmen produziert in den Staaten Zuglokomotiven, Medizingeräte, Kraftswerkstechnik und andere high-tech Maschinen. Der Umsatz beträgt angeblich zweiundzwanzig Milliarden Dollar pro Jahr, alleine in den USA selbst. Für weitere sechs Milliarden Dollar produziert Siemens in den Staaten Exportgüter. Dies sei eine Größenordnung, die den Erwartungen Präsident Trumps schon heute genüge, so Kaeser.

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Auch BMW fügt sich!

Eine ähnliche Argumentation nutzt der CEO von BMW. Das Autowerk in Spartanburg ist nach seinen Angaben der größte Produktionsstandort im gesamten BMW-Konzern. Achttausend Arbeiter würde Fahrzeuge zu 30% für den US-Binnenmarkt und zu 70% für den Export produzieren. BMW sei damit eines der führenden Exportunternehmen der USA.

Opportunismus als Programm?

Unternehmensführer sollten sich nicht in die Politik fremder Staaten einmischen, lässt Norbert Winkeljohann, Boss der Beratungsgesellschaft PwC in Deutschland ausrichten. Ein Manager müsse seinen Konzern so führen, dass man sich nach den Gegebenheiten vor Ort richtet. Immerhin müsse man auch in China strikte Regeln beachten, um Waren im Binnenmarkt verkaufen zu können. Wenn der neue US-Präsident für sein Land mehr Fertigung im Inland verlange, würden das alle Konzerne beachten.

So schnell kann sich der Wind also drehen. Wer hätte das gedacht?