Das Szenario einer "Angelsächsischen Freihandelszone" wird derzeit nur in wenigen Thinktanks und in den Hinterzimmern der britischen Politik diskutiert. Seit der Wahl Donald Trumps sieht man dies am Horizont als durchaus realistische Möglichkeit heraufziehen. Bislang waren die vielen angelsächsischen Nationen wirtschaftlich separat mit anderen Staaten regional verflochten: die Briten mit dem Kontinent in der Europäischen Union, die USA sowie Kanada mit dem hispanischen Mexiko und Australien sowie Neuseeland in der geplanten "Transpazifischen Partnerschaft".

Alles auf Anfang!

Zeitgleich sind nun drei grundlegend neue Umstände eingetreten:

  • Die Briten haben für eine Scheidung von der EU, den #brexit gestimmt.
  • Donald Trump will die #NAFTA auflösen oder neu verhandeln. Ihm ist Mexiko ein Dorn im Auge.
  • Die "Transpazifische Partnerschaft" lehnt Trump ebenso ab wie andere Player der Region.

Dies macht die politisch und kulturell auf das Engste verbundenen Nationen USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland wirtschaftspolitisch quasi heimatlos.

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Was läge näher, als dass sie sich zusammenschließen. Und in der Tat gibt es laut gut informierten Kreisen gerade in London Freunde dieser Idee.

Passt es? Und wie!

Zusammen hätte ein solches Bündnis rund 450 Millionen Einwohner und wäre damit fast gleich groß wie die #Europäische Union. Außer den USA haben die restlichen Staaten alle Queen Elizabeth als Staatsoberhaupt, sie sprechen dieselbe Sprache und sind kulturell äußerst homogen. Eine solche angelsächsische Freihandelszone wäre eine ideale Konstellation, wo sich alles harmonisch fügen könnte. Noch ist sie nicht mehr als Gehirnakrobatik von Vordenkern, doch sitzen diese sehr nahe an den Entscheidern in London und bald auch in Washington.