Die #Fusion von #Monsanto und #Bayer nimmt in Trumps politischen Plänen eine Schlüsselrolle ein. Auch wenn sich die meisten das nicht ausmalen können oder möchten, die Folgen für unseren Planeten wären katastrophal.

Im Dezember 2016 nahm der Chemiekonzern Bayer bei der Übernahme des Saatgutherstellers und Konkurrenten Monsanto eine erste Hürde. Mit dem Einsatz von 66 Milliarden Dollar würde Bayer zum größten Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel der Erde. Es entstünde ein Chemiemonster, das sämtliche Natursysteme der Erde beherrschen würde.

Kartellbehörden dürfen die Fusion nicht durchwinken

Umweltschützer kritisieren die Übernahme heftig. Sowohl in den USA als auch in Europa gibt es Regulatoren, die diese Fusion auch jetzt noch verhindern könnten. Bereits zweimal gelang es durch öffentlichen Widerstand in den USA, Monsanto zu stoppen. Auch dieses geplante Abkommen könnte mit entsprechender Gegenwehr noch verhindert werden.

Die Verbindung von Monsanto und Bayer bedeutet, dass ein riesiger Chemiekonzern künftig die landwirtschaftlichen Produktionsflächen der ganzen Erde beherrschen wird. Das heißt letztendlich, die Industrie kontrolliert unsere Nahrungsmittel. Genmanipulierte Nahrungsmittel werden künftig Standard statt die Ausnahme sein, die Gewässer werden noch stärker mit Chemikalien verschmutzt und die Bienenpopulationen sterben aus. Gibt es keine Bienen mehr, gibt es auch keine Bestäubung und damit kein Getreide mehr. Die Zahl der kleinen Landwirte wird immer weiter abnehmen, bis es gar keine mehr gibt. Gegen die Übermacht der Großkonzerne haben sie keine Chance.

Wachstumschancen im Agrarbereich ­- auf Kosten aller Lebewesen

Es spricht schon aus gesundem Menschenverstand einiges dagegen, einem Unternehmen grenzenloses Wachstum zu gestatten. Das Vorhaben ist darüber hinaus auch gesetzeswidrig. Verhindern könnten das nur zwei relativ unbekannte Behörden in Europa und den USA. Leider spielen hier die Lobbyisten eine entscheidende Rolle, denn diese versuchen behördliches Einschreiten mit aller Macht zu verhindern. Um etwas zu erreichen, müsste die Zahl der Gegner allerdings noch um einiges anwachsen.

Vor seinem Amtsantritt trafen sich bei Bayer und Monsanto mit Präsident Trump. Man kann sich ausmalen, was dort hinter verschlossenen Türen besprochen wurde. Seit Trump seine Machtposition ausnutzt, reagieren die Märkte unruhig. Im Anschluss an dieses Treffen veröffentlichten sie eine Erklärung über einen Mega-Kredit, der Grundstein für diese Fusion. Doch der EU-Wettbewerbskommission stehen immer noch machtvolle Mittel zur Verfügung, hiergegen einzuschreiten. Kartellbehörden könnten den Deal blockieren. Entscheidet die US-Kartellbehörde, das Vorhaben widerspricht dem öffentlichen Interesse, kann man auch im eigenen Land Klage einreichen. Die EU sollte sich auf ihre traditionellen Werte besinnen. Noch haben wir Grund, auf Europa stolz zu sein. Fragt sich nur, wie lange.

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