Dass Arbeitsmarktstatistiken gerne geschönt werden, dürfte inzwischen den meisten bekannt sein. Beispielsweise wird es von Abgeordneten der Linkspartei immer wieder aufgedeckt, dass die deutschen #Arbeitslosenzahlen in Wirklichkeit ca. doppelt so hoch sind wie offiziell von der Bundesregierung behauptet. Aber die Schönfärberei der US-Arbeitsmarktstatistiken geht noch weit darüber hinaus.

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Dem US-amerikanischen Ökonomen, Wirtschaftsjournalisten und Sachbuchautor Paul Craig Roberts zufolge befindet sich die US-Wirtschaft in einer weitaus tieferen Krise als bisher offiziell bekannt.

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Paul Craig Roberts war stellvertretener Finanzminister während der Amtszeit von Ronald Reagan und später Mitherausgeber des Wall Street Journals. Er warf 2015 der Obama-Administration vor, die Arbeitslosenzahlen massiv zu schönen, um einen wirtschaftlichen Aufschwung vorzutäuschen der überhaupt nicht existiert.

Die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA

Es gibt einen Artikel mit dem Titel „Die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA“. Darin werden einige der Tricks aufgezeigt, wodurch die Arbeitslosenzahlen künstlich klein gerechnet werden. Hauptsächlich basiert der Trick darauf, Arbeitslose, die aus Frustration keine Arbeit mehr suchen, aus der Statistik zu streichen. Der Artikel beruft sich auf die bereinigten Statistiken von John Williams auf der Seite shadowstats.com.

Hakt man kritisch nach, stellt man fest, dass die angebliche Wirtschaftliche Erholung von der Finanzkrise 2008 frei erfunden ist. Die US-Wirtschaft hat sich in keiner Weise erholt. Es gab keinen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, die Arbeitslosenzahlen sind sogar noch leicht gestiegen.

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Statt bei 5,3 % liegen sie in Wahrheit bei ca. 23%. Fast ein Viertel der US-Bürger ist somit arbeitslos. Dabei sind in dieser Berechnung Hausfrauen bzw. Hausmänner, Invaliden und Rentner schon herausgerechnet. Sonst läge die Zahl bei über 30%.

Hinzu kommt, dass 47 Mio. US-Bürger von Lebensmittelmarken leben. Und die Staatsverschuldung liegt bei astronomischen 19,94 Billionen US-Dollar. Millionen US-Bürger haben durch die Immobilienblase ihr Haus verloren. Hunderttausende schlafen seitdem in Wohnwagen, ihren Autos oder in Zeltstädten. Ganze Einfamilienhaussiedlungen wurden abgerissen, da die Grundstücke nun den Banken gehören und zu wenige Bürger das Geld haben, sich ein Haus zu leisten. Zudem liegt ein Großteil der Infrastruktur brach. Straßen und Brücken verrotten. Ehemals blühende Industriestädte wie Detroit gleichen Geisterstädten.

Die Ursachen dafür liegen in der Globalisierung

Die Ursachen dafür liegen nicht nur in der Finanzkrise, sondern vor allem in der Deindustrialisierung.

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Freihandelsabkommen und die künstliche Überbewertung des US-Dollar führten dazu, dass es für die US-Konsumenten immer billiger wurde, ausländische Waren zu kaufen. Und für die Industrie wurde es immer lukrativer, Produktionsstandorte in Niedriglohnländer auszulagern. Die daraus resultierende Deindustrialisierung führte dazu, dass die USA heute eine massiv aufgeblähte Finanzwirtschaft haben, während Realwirtschaft und Kaufkraft immer weiter schrumpfen.

Wenn man diese Hintergründe kennt, ist es leichter zu verstehen, weswegen das Versprechen Freihandelsabkommen wieder abzuschaffen, die Infrastruktur zu sanieren und den Binnenmarkt über Schutzzölle zu stärken im Präsidentschaftswahlkampf 2016 wahlentscheidend waren.

Es gab nur 2 Kandidaten, die dies erkannten und zu ihrem zentralen Wahlkampfthema machten: #Bernie Sanders und Donald Trump. Bernie Sanders wurde durch diverse Tricks aus dem Vorwahlkampf der Demokraten gegen Hillary Clinton geworfen. Und Hillary Clinton hat von Anfang an nie wirklich verstanden was die Bürger tatsächlich bewegte. Sie war zu stark auf die Wahlkampfspenden der Wallstreet abhängig. Daher hat sie noch nicht einmal im Traum daran gedacht die Heilig Kuh der Globalisierung zu schlachten. Es war somit schon im Vorwahlkampf absehbar, dass entweder Bernie Sanders oder #Donald Trump die Wahl gewinnen würde.