Das in Moskau ansässige Sart-Up Unternehmen Apis Cor hat einen 3D-Drucker entwickelt, der besonders preisgünstig und schnell Gebäude errichten kann. Die Baukosten pro Quadratmeter liegen bei knapp 250 Euro. Im Vergleich dazu liegen die derzeitigen durchschnittlichen Baukosten in Deutschland bei 2.500 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Die Technik dahinter

Die runde Form des Gebäudes ergibt sich aus dem in der Mitte der Baustelle positioniertem Roboterarm. Er trägt Betonspritzdüse und Sensoren. Errichtet wird das Gebäude unter einem Zelt was Bauarbeiten bei extremsten Wetterbedingungen ermöglicht. Dieser Prototyp wurde in Stupino bei Moskau bei Außentemperaturen von minus 35°C errichtet.

Am Bau beteiligt war auch ein deutsches Unternehmen. Die Firma Bitex aus Oldenburg hat einen mineralischen Reibeputz geliefert der winzige Granitkugeln enthält, die eine zusätzliche Wärmedämmung bieten. Die Fassadenfarbe soll besonders schmutzabweisend sein.

Die #3D-Druck-Technik kommt bereits im Gebäudebau zum Einsatz. Allerdings werden bisher nur einzelne Segmente vorgefertigt und vor Ort montiert. Die neue Technik ermöglicht es dagegen, die Gebäude direkt an Ort und Stelle zu drucken.

Besonders niedrige Kosten und geringe Bauzeit

Die Kosten für den Druck liegen bei gerade einmal 4.000 Euro. Die restlichen 4.500 Euro entfallen für den Ausbau. Also für den Einbau der Fenster und Türen, Bodenbelag, Wandfarbe, etc. Die Fenster stammen von einer russischen Firma die Fenster mit besonders hohen Dämmwerten herstellt. Der besonder harte russische Winter macht dies erforderlich. Der Dämmwert dieser Fenster soll sogar den strengen Anforderungen des deutschen KfW-55-Standards entsprechen.

Nachteile und Verbesserungspotential

Nachteile sind aber die geringe Größe mit knapp bemessenen 38 Quadratmetern Grundfläche. Gerade einmal groß genug für 2 Personen. Die runden Wände sehen zwar interessant aus, erschweren aber die Möblierung. Allerdings sind weitere Gebäudemodelle geplant, die rechteckige Wände und eine größere Grundfläche bieten sollen. Mehrstöckige Gebäude können mit dieser Technik zurzeit noch nicht errichtet werden.

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