Als Peking und Moskau im Jahr 2014 den Bau einer Erdgas-Pipeline von Russland nach #china beschlossen war klar: Das war ein Frontalangriff auf den "Petrodollar". Denn das Geschäft wurde nicht - wie sonst üblich - auf Dollarbasis abgeschlossen. Vielmehr bezahlt China die 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas, welche die russische Gazprom ab dem Jahr 2018 liefert, mit der eigenen Währung - dem #Yuan.

Auch der Iran, der seit der Islamischen Revolution zum Erzfeind der Vereinigten Staaten avancierte und seit der Präsidentschaft Donald Trumps noch stärker in die Schusslinie der Amerikaner gerät, zeigt ebenfalls ein sehr großes Interesse am Handel mit China (und Russland) auf Basis der eigenen Währungen.

Werbung
Werbung

Zwar will der Iran im Außenhandel sonst verstärkt auf den Euro zurückgreifen, doch insbesondere mit China geht es nun in Richtung Handel auf Yuan-Basis. Peking hat mit der Islamischen Republik einen Partner gefunden, der dem #Dollar-System ebenso an die Karre fahren will, wie die kommunistische Führung in Peking.

Doch das ist noch nicht alles: Bereits im letzten Jahr kündigte Peking an, den Außenhandel mit den Golfstaaten Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate künftig möglichst umfassend in Yuan abwickeln zu wollen. Deshalb soll der Direkthandel zwischen dem chinesischen Yuan einerseits, sowie dem Saudi Riyal und dem Dirham ermöglicht werden. Laut Reuters wollen die Saudis wieder mehr Erdöl nach China liefern, wobei es durchaus möglich ist, dass Peking auf der Bezahlung in Yuan besteht.

Werbung

Dies wäre dann natürlich ein absoluter Frontalangriff auf das Petrodollar-System, da es gerade Saudi-Arabien war, welches in den 1970ern mittels eines Vertrages mit Washington zur Nutzung des Dollars als Öl-Handelswährung unterzeichnete und damals auch die anderen OPEC-Länder dazu brachte, den Verkauf des "Schwarzen Goldes" auf Dollarbasis abzurechnen. Schwenken die Saudis tatsächlich auf den Yuan um, wäre der Petrodollar massiv in Gefahr.

Wie man anhand dieser Beispiele deutlich erkennt, hat das Reich der Mitte durchaus gute Chancen, das Dollarsystem ins Wanken zu bringen. Zwar werden im bilateralen Handel zwischen den Vereinigten Staaten und China wohl weiterhin Dollar verwendet, doch an den anderen Währungsfronten brechen den Amerikanern sukzessive die Einsatzorte der eigenen Währung weg. Die Aufnahme des Yuan in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Festlegung des Kurses der Sonderziehungsrechte war schon ein wichtiger Schritt, nun macht sich Peking (gemeinsam mit Moskau) daran, die Dollar-Dominanz aufzubrechen - und das mit Erfolg.