Mit der #Platzampel soll den Fahrgästen angezeigt werden, wo sie sich auf dem Bahnsteig hinstellen sollen, um einen freien Sitzplatz zu ergattern. Insgesamt soll das Fahrgastvolumen durch die Platzampeln besser und gleichmäßiger auf alle Waggons verteilt werden. Allerdings nicht nur aus Gründen der Ästhetik, sondern weil es für jeden einzelnen Waggons ein Höchstgewicht gibt.

Lehrer haben eine Vorbildfunktion für die Schüler

Jeder denkt, in der Schule werde den Schülern im Rahmen von Ausflügen das angemessene Verhalten für die Benutzung der Bussen und Bahnen beigebracht. Leider schafft das aber nur ein Teil der Lehrkräfte.

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Es gibt Lehrer, die mit der gesamten Schulklasse in einen einzigen Waggon einsteigen, anstatt sich in kleinere Gruppen auf mehrere Waggons zu verteilen und auf die anderen Fahrgäste, die bereits im Waggon sind, Rücksicht zu nehmen. Wenn die komplette Klasse in einen Waggon einsteigt, weiß jeder Laie, dass die Überfüllung vorprogrammiert ist und der Fahrkomfort sowie die betriebliche Sicherheit gefährdet werden.

Die Platzampel weist auf freiwilliger Basis den Weg

Bei der Testaktion in #Hamburg-Wandsbek sollen jetzt die Fahrgäste visuell auf leere Plätze hingewiesen - und so gleichmässig auf alle Waggons verteilt werden, damit durch eine Überfüllung bedingte Betriebsstörungen weitgehend vermieden werden. Wer mit dem Flugzeug fliegen will, kann auch nur solange einen Platz bekommen, wie tatsächlich Plätze vorhanden sind.

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Während einige Waggons der U- und S- Bahn fast leer sind, sind die ersten und die letzten Wagen meistens völlig überfüllt. Das hat aus Sicht der Fahrgäste einen wichtigen Grund: Beim Aussteigen ist mit dieser Wahl der Waggons der Weg zum Ausgang am kürzesten.

Das Fazit

Platzampeln sind grundsätzlich eine angenehme zusätzliche technische Einrichtung, für alle diejenigen, die so verantwortungsbewusst sind und sich meistens auch ohne Platzampel einen Waggon suchen, der nicht unangenehm überfüllt ist und mit der Platzampel bei der Suche wertvolle Zeit sparen. Die andere Gruppe möchte auch Zeit sparen und sich durch den Einstieg in den ersten oder den letzten Waggon den kürzesten Weg zum Ausgang am Zielbahnhof sichern. Diese Gruppe nimmt das Gequetschte in den Waggons bewusst in Kauf, um am Fahrtziel zwei Minuten Zeit zu sparen, es wird sich zeigen, ob die Platzampel diese Fahrgastgruppe zum Umdenken anregt. Durchgängige Züge wären eine praktische Lösung, denn dann könnt jeder in einen nicht überfüllten Waggon einsteigen und rechtzeitig vor dem Erreichen des geplanten Fahrziels innerhalb des S- oder U-Bahn Zuges zum gewünschten Ausgang gehen. #Testaktion