Viele Menschen in ganz Europa haben sich auf das Naturphänomen gefreut und vorbereitet. Selbst ein Dutzend ''Sofi''-Brillen waren deutschlandweit ausverkauft.

In Island hingegen hat es sich gelohnt. Besonders in Norden gab es eine totale Sonnenfinsternis, wobei die Kölner eher enttäuscht über das Schauspiel waren. Und die befürchteten Blackouts der Stromausfälle blieben glücklicherweise aus.

Enttäuschung in NRW

Heute morgen ab 9:30 Uhr begann ein spektakuläres Ereignis – nämlich die Sonnenfinsternis. Schon letzte Woche waren die ''Sofi''-Brillen fast überall ausverkauft. Doch in Köln und anderen Gegenden von Nordrhein-Westfalen bedeckte eine schwere Wolkendecke den gesamten Himmel.

Deutschlandweit, abhängig vom jeweiligen Standort, gab es eine Bedeckung der Sonne zwischen 65 und bis zu 83 Prozent. Somit waren nur Verfinsterungen spürbar. Auch in London und Teilen Frankreichs waren die Menschen aufgrund schlechter Wetterbedingungen enttäuscht. 

Totale Sonnenfinsternis in Island und über den Nordatlantik

Auf einem schmalen Streifen des Nordatlantiks hingegen verfinsterte sich die Sonne stark. Darin liegen die Färöer-Inseln von Island. Zu diesen Naturschauspiel versammelten sich tausende Touristen, um das erstaunliche Phänomen zu beobachten. Besonders ganz im Norden der Färöer-Inseln und auf den Spitzbergen sah der Himmel bei der totalen Sonnenfinsternis aus, als wäre es Nacht.

Stromausfälle blieben erspart

Wie die Netzbetreiber berichtet hatten, gab es Bundesweit keine Engpässe oder Stromausfälle (Blackouts). "Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Alles lief wunderbar", meinte der Geschäftsführer Systembetrieb bei 50Hertz, Dirk Biermann, in Neuenhagen bei Berlin. Nach der maximalen Abdeckung der Sonne durch den Mond von je nach Ort bis zu 83 Prozent hätten die Netze innerhalb kürzester Zeit einen gewaltigen Solarstrom-Anstieg verkraften müssen: vom Tiefpunkt unter 7000 Megawatt auf bis zu 22.000 Megawatt in der Spitze. "Das ist ein gutes Signal für die Energiewende", meinte Biermann.