Popcorn wird heutzutage in jedem #Kino verkauft. Jeder kennt die weißen, salzigen Flocken. Dass sie aus Mais bestehen und zuhause in der Mikrowelle selbst hergestellt werden können, ist bekannt. Aber was haben die kleinen Körner eigentlich sonst noch zu bieten? 

Es war einmal, vor tausenden von Jahren …

Tatsächlich ist Puffmais keine nordamerikanische Erfindung des 20. Jahrhunderts. In Europa wurde er zwar erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt, die ersten Mikrofossilien stammen jedoch circa aus dem Jahr 4.700 vor Christus, aus Peru. Mais diente damals nicht nur als Grundnahrungsmittel, sondern wurde auch zu Mehl und Popcorn weiterverarbeitet. Letzteres wurde sogar schon viel früher als Keramik hergestellt, wie ein amerikanisch-englisches Forscherteam den "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichtet.

Wie das "Pop" in das Popcorn kommt und andere erstaunliche Erkenntnisse

Dass Puffmais akrobatische Fähigkeiten besitzt, und woher genau das "Pop"-Geräusch stammt, haben französische Wissenschaftler vor wenigen Monaten aufgedeckt. Der aufgeplatzte Mais vollführt nämlich einen Salto mit fast eineinhalb Umdrehungen. Mithilfe von gekoppelten Kameras und Mikrofonen fanden sie außerdem heraus, dass der Knall durch den entweichenden Wasserdampf entsteht, der sich zuvor in flüssiger Form im Korn befand.


Nicht genug Maiskörner für einen spontanen Filmabend mit Freunden zu Hause? Kein Problem! Ein türkisches Forscherteam fand heraus, dass ein einfaches Mittel das Volumen von Popcorn beachtlich vergrößern konnte: Backpulver. 0,3 Gramm davon schaffen es bereits, das Endprodukt von 25 Gramm Mais um über zehn Prozent voluminöser zu machen. Ausprobieren lohnt sich!

Und das war bei Weitem noch nicht alles: Popcorn könnte dazu beitragen, Spanplatten umweltfreundlicher und preisgünstiger zu gestalten. Wie das funktionieren soll? Ganz einfach: Popcorngranulat ist Teil eines Werkstoffes, den Forscher der Universität Göttingen vor vier Jahren konstruierten. Daraus entwickelte Spanplatten weisen eine höhere Festigkeit auf und sind um 35 Prozent leichter. Dieser Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichen Platten würde zusätzliche Energie bei Verarbeitung und Transport sparen.

Wer Mais als Nahrungsmittel vorzieht, sollte die süße Variante nicht außer Acht lassen. Im "Popcorner" in Wien gibt es den Snack beispielsweise nicht nur mit Karamell- oder Schokolade-, sondern auch mit Vanille-, Himbeer- und Apfelstrudelgeschmack! #Lebensmittel