Am 20. März findet in Europa am Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis statt. Der Mond verdeckt bei seiner Wanderung vom rechten oberen in das linke obere Viertel der Sonne mehr als die Hälfte der Sonnenscheibe. In Österreich ist die Sonne bis zu 63 Prozent bedeckt. Dieses Naturspektakel beginnt in Wien um 9:37 Uhr, erreicht um 10:46 Uhr seinen Höhepunkt und endet um 11:58 Uhr.

Öffentliche Beobachtungen werden von verschiedenen Vereinen in Wien angeboten, Voraussetzung dafür ist Schönwetter. Zum Beispiel am Maria-Theresien-Platz vor dem Naturhistorischen Museum Wien oder in der Urania Sternwarte finden zwischen 9 und 12 Uhr die Beobachtungen, mit Erklärungen durch die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA), statt.

Die nächste Sonnenfinsternis, die in Österreich zu sehen sein wird, ereignet sich am 10. Juni 2021. Es wird wieder nur eine partielle Sonnenfinsternis sein, wobei der Prozentanteil der Bedeckung geringer sein wird, als bei der kommenden Finsternis. Eine totale Sonnenfinsternis, die in Österreich zu sehen sein wird, findet erst 2081 über Kärnten statt.

Augenschäden vorbeugen

Obwohl mehr als die Hälfte der Sonnenscheibe bedeckt sein werden, wird die Intensität der Sonnenstrahlen dadurch nicht maßgeblich beeinflusst sein. Der Präsident der WAA, Alexander Pikhard, meint dazu, dass, selbst bei der totalen Abdeckung der Sonne, der kleine Rest der Sonnenscheibe immer noch so hell strahlen, und die Sonne somit kaum dunkler erscheinen werde.

Es ist somit wichtig, die Sonne nur mit dem dafür geeigneten Schutz zu betrachten. Spezielle Sonnenfinsternisbrillen, welche im Fachhandel für Astronomie erhältlich sind, eignen sich hierfür. Auch für die Betrachtung der Sonnenfinsternis durch Ferngläser, Fotoapparate und Fernrohre gibt es eine Filterfolie, die vor der Objektivöffnung angebracht wird. Von der alleinigen Verwendung von Sonnebrillen wird abgeraten, da diese nicht genügend Schutz bieten.

Stromversorgung gesichert?

Die Verfinsterung der Sonne stellt ein Problem für die europäischen Stromnetze dar. Die durch Photovoltaik-Anlagen erzeugte Energie wird wegen der Sonnenfinsternis deutlich sinken und danach wieder ansteigen, rascher als es bei der Abend- bzw. Morgendämmerung der Fall ist. Bei der Einspeisung in das Stromnetz kann es zu Netzschwankungen kommen. Man wird sich bemühen mit Reserven diese vorhersehbaren Schwankungen auszugleichen.

Bild: Adolf Riess/pixelio.de