Gibt es so etwas wie eine "Seele"?

Aufgrund der sich immer weiterentwickelnden Intensivmedizin gibt es auch immer mehr Menschen die reanimiert werden. Diese Menschen berichten von Erlebnissen in Todesnähe. Auch Studien scheinen diese Aussagen zu bestätigen. Während es vor ein paar Jahren für einen seriösen Wissenschaftler noch undenkbar gewesen wäre, den Begriff "Seele" in den Mund zu nehmen, gibt es immer mehr namhafte Wissenschaftler die von der Existenz von so etwas, wie einer Seele überzeugt sind. Aber auch in der Bevölkerung scheint das Interesse für solche Themen zu steigen.

Quantenphänomene nicht nur auf subatomare Ebene beschränkt

Wie die "Welt" berichtet gibt es auch in Deutschland prominente Physiker, die den Begriff "Seele" nicht nur in den Mund nehmen, sondern auch zu dem Schluss kommen, dass so etwas wie eine "Seele" tatsächlich existiert. Während Kritiker die Verbindung der Quantenphysik mit Bewusstseinsvorgängen als "Quantenunsinn" abtun und darauf hinweisen, dass Quantenphänomene nur auf der subatomaren Ebene zur Geltung kommen, ist Professor Hans-Peter Dürr, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik überzeugt, dass der Dualismus kleinster Teilchen allgegenwärtig ist.

Deutsche Wissenschaftler von der Existenz einer "Seele" überzeugt

Bezüglich einer Existenz nach dem Tod sieht Dürr in dem, was allgemein als Diesseits bezeichnet wird, nur Schlacke, also angreifbare Materie. Als Jenseits bezeichnet Dürr in der "Welt" die größere, umfassendere Wirklichkeit, die das Leben umgibt. Auch Professor Markolf H. Niemz von der Universität Heidelberg glaubt an so etwas wie eine Seele. Der, sich intensiv mit Nahtodforschung beschäftigende Forscher glaubt, dass die Seele nach dem Tod mit Lichtgeschwindigkeit den Körper verlässt und deshalb der Eindruck eines Tunnels entstehe.

Der "Tunneleffekt"

Ein wesentliches Element aller Nahtoderfahrungen ist der sogenannte "Tunneleffekt". Der Betroffene hat das Gefühl durch einen Tunnel zu schweben. Am Ende des Tunnels befindet sich ein Licht. In diesen Erlebnissen sieht Niemz Übereinstimmungen mit simulierten Reisen nahe Lichtgeschwindigkeit.

Kommt es zu einem Paradigmenwechsel?

Wenn sich die wissenschaftlichen Ansätze der Forscher bestätigen, würden diese Erkenntnisse das Weltbild revolutionieren. Der Paradigmenwechsel wäre so umwälzend wie einst die Entdeckung, dass die Erde rund und nicht flach ist. Bis dahin kann man sich nur auf Bücher verlassen und hoffen, dass die Tibeter mit dem Spruch: "Jeder stirbt aber keiner ist tot", Recht haben.

Foto: Marcus Sümnick - CC-BY-SA-2.0 -flickr.com. #Gesundheit