Der zweitgrößte Kongress auf dem Gebiet der Erdwissenschaften findet vom 12. - 17. April in Wien statt. Es werden rund 12.000 Teilnehmer aus rund 100 verschiedenen Ländern erwartet.

Die General Assembly of the European Geosciences Union (EGU) will mit dem diesjährigen Motto "A voyage through scales" seinen Fokus auf die methodische Fragestellung legen und durch dieses breite, verbindende Thema, wie auch mit dem gesamten Kongress fachübergreifende Zusammenarbeit fördern.

Zu den größten Themen zählen, aktuell wie noch nie, die Klimaerwärmung und ihre Folgen und mit ihr erneuerbare Energien. Aber auch NASA-Raumsonde "Dawn" auf dem Zwergplaneten Ceres sowie die ESA-Mission "Rosetta" zählen zum Fokus. Die Bedrohung des Lebens auf der Erde und die Suche nach Möglichkeiten abseits davon, sozusagen.

EGU-Präsident Günter Blöschl erläutert der APA Science die Wichtigkeit der Konferenz für den Standort Wien - wissenschaftlich wie wirtschaftlich. "Mit einer Reihe von Programmen wollen wir Studenten und junge Wissenschaftler motivieren, an der Konferenz teilzunehmen: Es gibt Wettbewerbe, reduzierte Teilnehmerbeträge, eine Lounge für Studenten."

Sekundärveranstaltungen wie Meetings und Events bilden eine hervorragende Networkingbasis.

Dass der Kongress in Wien bleibt, ist jedoch nicht selbstverständlich. Eigentlich war ein Wandern durch Europa geplant. Mitverantwortlicher Thomas Hofmann, Leiter von Bibliothek und Verlag der Geologischen Bundesanstalt, welche eine zentrale Koordinationsrolle einnimmt, erläutert die positiven Aspekte Wiens. So sind vor allem die zentrale Lage und die relative Kostengünstigkeit im Vergleich zu anderen Großstädten ein wesentlicher Pluspunkt. Des weiteren ist es auch die Infrastruktur, die in Wien "funktioniert". Man brauche einen "Veranstaltungsort mit unendlich vielen kleinen Räumen. Wenn Sie eine Session vorschlagen, über den Einfluss des Atmosphärenstaubs auf Haustiere, und fünf Leute haben, die darüber reden möchten, können Sie Vorträge dazu organisieren. Der Kongress geht irrsinnig in die Breite und ist sehr offen" so Hofmann.

Bis 2019 ist die EGU nun fix in Wien. Man rechnet wieder mit Teilnehmern aus über 100 Nationen, vor allem aber aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und den USA. Österreichische Kongressteilnehmer selbst waren letztes Jahr erst auf dem 5. Platz nach Besucherzahl zu finden.

Quelle: APA Science.

Bild: Yosemite. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.